Nach Drohvideo

Mutter will, dass Sohn als Strafe in Schule geht

Oberösterreich
30.06.2020 08:06
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich
Nicht zum Unterricht erschien am Montag jener Gymnasiast (17), der mit einem verstörenden Ballerspiel-Video am BRG Wallererstraße in Wels für Aufregung gesorgt hatte. Die Suspendierung ist vorbei, seine Mutter will, dass er „als Strafe“ an der Schule bleibt.

Die Direktorin hat am Montag die Eltern der Schüler informiert, dass die maximale Zeit der Suspendierung abgelaufen ist und, da keine akute Bedrohung vom 17-Jährigen ausgeht, er das Recht hat, wieder zum Unterricht zu kommen. Der Antrag auf Schulverweis liegt – wie berichtet – bei der Bildungsdirektion OÖ. Und die will bis spätestens Ende dieser Woche eine Entscheidung treffen, sobald der Anwalt der betroffenen Familie seine Erklärung eingebracht hat.

„Härteste und gerechteste Strafe“
Bekanntlich wehrt sich die Mutter des Burschen, dass dieser nach der Veröffentlichung des Drohvideos am Tag der Mathe-Matura sowie diffamierenden Mails an die Direktorin und fünf Lehrerinnen die Schule verlassen soll. Der 17-Jährige solle bleiben, weil das die „härteste und gerechteste Strafe“ sei, er sich den Opfern stellen und seinen Platz „zurückerobern“ soll. Die Staatsanwaltschaft Wels klagt den Schüler wegen Verdachts der gefährlichen Drohung an.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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