Zweite Schicht

BMW schaltet im Werk in Steyr nun einen Gang höher

„Die aktuelle Situation stellt uns vor große Herausforderungen“, sagte BMW-Steyr-Geschäftsführer Alexander Susanek Mitte Mai. Fünf Wochen nach dem Wiederanlaufen der Motoren-Produktion im Werk in Oberösterreich gab’s positive Signale. Am Standort wird wieder im Zwei-Schicht-Betrieb gearbeitet.

„Diese Woche haben wir erstmals wieder alle Werke in Betrieb. Viele Kunden fahren langsam wieder hoch“ - die Worte von Voestalpine-Chef Herbert Eibensteiner am Mittwochvormittag ließen nur gedämpfte Hoffnung auf eine Trendwende durchklingen. Die Lage ist aufgrund der Corona-Pandemie angespannt - nicht nur beim Technologiekonzern aus Linz. Viele blicken gebannt auf die ins Stottern geratene Autoindustrie, für die allein Oberösterreich unzählige Zulieferbetriebe tätig sind.

Neustart erfolgte am 27. April
Ein bedeutendes Flaggschiff ist dabei das BMW-Motorenwerk in Steyr, das zugleich die größte Antriebsproduktion des deutschen Premiumherstellers weltweit ist. Im Vorjahr wurden in Steyr von 4500 Mitarbeitern mehr als 1,2 Millionen Motoren, sowie 12 Millionen Antriebskomponenten erzeugt - Zahlen, von denen man heuer weit entfernt sein wird. Denn die Produktion war Ende März fast komplett still gelegt worden, dann nach einigen Verschiebungen am 27. April angelaufen.

Weniger Kurzarbeit
Diese Woche schaltete BMW in der Eisenstadt einen Gang höher - die Produktion wurde in vielen Bereichen wieder auf zwei Schichten ausgeweitet. Auch die Inanspruchnahme der Kurzarbeit soll deshalb zurückgefahren werden. Um die Aufträge aus der Zeit der Produktionsunterbrechungen abzuarbeiten, werden die Autowerke der BMW Group in den nächsten Wochen nach und nach in den regulären Schichtbetrieb wechseln. Wie sich die Nachfrage nach Pkw entwickelt, ist schwer zu prognostizieren.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Freitag, 16. April 2021
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