30.05.2020 16:22 |

US-Protestwelle

Ausgangssperre nach Krawallen auch in Portland

Wegen gewalttätiger Ausschreitungen bei Protesten gegen Polizeigewalt am Freitagabend hat die Großstadt Portland im US-Bundesstaat Oregon den Notstand und eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Plünderungen und Brandstiftungen seien kein Mittel, sich für Veränderungen einzusetzen, sondern schlicht „widerwärtig“, erklärte Bürgermeister Ted Wheeler am Samstag via Twitter.

In Los Angeles erklärte die Polizei infolge gewaltsamer Proteste ein Demonstrationsverbot für das Stadtzentrum. Auch andere von Protesten erschütterte Städte, darunter die Großstadt Atlanta, haben bereits den Ausnahmezustand verhängt.

In Minneapolis, wo der Afroamerikaner George Floyd am Montag nach einem brutalen Polizeieinsatz gestorben war, galten ebenfalls Ausnahmezustand und nächtliche Ausgangssperren - protestiert wurde dort aber trotzdem. Auch in anderen US-Städten, darunter New York, Detroit, Washington, Louisville und Oakland, war es in der Nacht auf Samstag zu teils heftigen Protesten gekommen.

Trump lobt die Sicherheitskräfte
US-Präsident Donald Trump lobte indes nach einer Demonstration vor dem Weißen Haus die Sicherheitskräfte des Secret Services für ihre „besonnene Professionalität“. Falls Demonstranten über den Zaun des Regierungssitzes gekommen wären, hätten ihnen dort allerdings „boshafte Hunde und die bedrohlichsten Waffen“ gedroht, schrieb Trump am Samstag auf Twitter. Dann wären sie „mindestens schwer verletzt“ worden, warnte er.

Der Präsident äußerte sich zunächst nicht zu den teils heftigen Protesten und Ausschreitungen, die in der Nacht viele Städte im ganzen Land erschüttert hatten. Der Protest vor dem Weißen Haus am Freitagnachmittag war vergleichsweise klein und harmlos. Demonstranten warfen dort vereinzelt Behelfszäune aus Metall um, die rund 30 Meter vor dem eigentlichen Zaun des Weißen Hauses Passanten zurückhalten.

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