23.05.2020 12:06 |

Firma insolvent

Ungenutzte Mietwagen überschwemmen Parkplätze

Auch die Autovermieter wurden hart von der Corona-Krise getroffen: Wegen ausbleibender Anfragen motten die Anbieter die Flotten derzeit ein. Inzwischen füllen die ungenutzten Autos ganze Stadionparkplätze, wie den des Dodger-Stadions und den des Angel-Stadions in Los Angeles - siehe Video oben.

Die Corona-Pandemie brachte nicht nur Reisen zum Erliegen, auch Autovermieter trifft der Rückgang der Nachfrage hart: Der schwer gebeutelte Mietwagen-Riese Hertz musste in den USA und in Kanada Insolvenz anmelden. „Die Auswirkungen von Covid-19 auf die Nachfrage nach Reisen waren plötzlich und dramatisch, was zu einem starken Rückgang der Einnahmen des Unternehmens und künftiger Buchungen führte“, erklärte Hertz am Freitagabend.

Internationale Ableger nicht betroffen
Die internationalen Ableger von Hertz in Europa, Australien und Neuseeland sind den Angaben zufolge nicht betroffen. Nach dem Auftreten des Coronavirus hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben umgehend gehandelt, um die Sicherheit von Angestellten und Kunden zu gewährleisten. Es bestehe jedoch „nach wie vor Ungewissheit über die Rückkehr der Einnahmen und die vollständige Wiedereröffnung des Marktes (...), was die heutigen Maßnahmen erforderlich machte“, hieß es in der Erklärung weiter.

Am 21. April hatte der mehr als 100 Jahre alte Mietwagen-Riese mit Sitz in Estero im US-Bundesstaat Florida bereits 10.000 Stellen in Nordamerika gestrichen, das entspricht 26,3 Prozent seiner weltweiten Stellen.

Hertz ist einer der größten Leihwagenfirmen weltweit und vermietet Fahrzeuge unter anderem auch unter den Firmennamen Dollar und Thrifty. Hertz teilte mit, der Konzern habe sich mit seinen größten Gläubigern nicht auf eine langfristige Reduzierung der Zahlungen einigen können. Auch seien Hoffnungen auf eine Unterstützung der US-Regierung für Autovermieter zerschlagen worden.

Schwere Wirtschaftskrise in den USA
Seit der Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie in den USA im März haben bereits mehr als 38 Millionen Menschen mindestens zeitweise ihren Job verloren - so viele wie nie zuvor in solch kurzer Zeit. Die USA befinden sich wegen der Pandemie in einer schweren Wirtschaftskrise. Präsident Donald Trump drängt die US-Staaten zu einer möglichst schnellen Lockerung der Schutzmaßnahmen, um die Wirtschaft vor der Präsidentschaftswahl im November, bei der er wiedergewählt werden will, wieder in Gang zu bringen.

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