30.04.2020 15:00 |

Experte im Gespräch

Der heimischen Filmwelt fehlt die Sicherheit

Der Kärntner Produzent Klaus Graf spricht über Probleme in der heimischen Filmbranche und ungeklärte Versicherungsfragen.

Als die Krise die Welt zum Lockdown zwang, drehte Klaus Graf mit seiner Crew gerade den Zürich-Krimi. „Wir mussten die Arbeiten abbrechen.“ Graf kehrte noch vor den Ausgangsbeschränkungen nach Klagenfurt zurück: „In der Filmwelt scharren alle in den Startlöchern.“ Derzeit sind bei Produktionen nur fünf Personen am Set zugelassen. Schutzmasken und Abstände sorgen bei einem 12-Stunden-Drehtag für Probleme. Eine einheitliche Lösung muss her.

Normalerweise gibt es für Crews immer eine Ausfallhaftung: „Gegen Corona kann man sich aber nicht versichern. Das ist das Problem. Wir müssten abbrechen, die Leute brauchen Sicherheit“, sagt Graf. Deshalb appelliert die Filmindustrie nun an die Regierung. „Ein Drittel der Schauspieler zählt zur untersten Einkommenskategorie, alle haben Existenzängste “, so Regisseur Fabian Eder. Große Filme sind erst wieder mit einer Impfung gegen Corona machbar.

In Kärnten sind heuer in erster Linie Dokumentationen („Heimatleuchten“, „Kärntens umkämpfte Grenze“) geplant. Da reicht es, wenn wenige vor der Kamera stehen. Zwei Filme („Mum, I am the Boss“ und „Messias“) mussten in den Spätherbst verlegt werden.

Christian Tragner, Kärntner Krone

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