27.04.2020 12:20 |

Nächtlicher Einsatz

„Rasch und heftig“: Wiener Wohnung in Flammen

Zum wiederholten Mal ist die Berufsfeuerwehr in Wien zu einem nächtlichen Zimmerbrand ausgerückt. Als die Einsatzkräfte in der Nacht auf Montag beim Wohnhaus im Bezirk Landstraße eintrafen, schlugen bereits Flammen aus vier hofseitig gelegenen Fenstern und der Brand drohte auf die darüber liegende Wohnung überzugreifen. Verletzt wurde niemand, die Berufsrettung betreute jedoch fünf Hausbewohner.

Die Wohnungsinhaberin hatte sich noch selbst ins Stiegenhaus retten können, als die Einsatzkräfte gegen 2.30 Uhr in der Radetzkystraße eintrafen, saß sie vor der offenen Wohnungstür. „Sie hat diese leider offengelassen, weshalb das Stiegenhaus stark verraucht war“, sagte Feuerwehrsprecher Christian Feiler. Die ungefähr 60 Jahre alte Frau sowie eine weitere Mieterin wurden mit Fluchtfiltermasken in Sicherheit gebracht. Außerdem betreute die Rettung drei weitere Bewohner.

„Vergessene Kerze kann nicht ausgeschlossen werden“
Gleichzeitig löschte die Feuerwehr den Vollbrand. Dieser war „rasch und heftig“, sagte Feiler. Ein weiterer Atemschutztrupp kontrollierte das Stiegenhaus sowie angrenzende Wohnungen. Rund 30 Minuten brauchten die Experten, bis das Feuer gelöscht war. Die Brandursache war am Montag noch unklar, die Wohnung vollständig ausgebrannt. „Eine vergessene Kerze kann nicht ausgeschlossen werden“, erläuterte der Feuerwehrsprecher.

Erst in der Nacht auf Samstag hatte die Feuerwehr ebenfalls in Landstraße einen gefährlichen Einsatz absolviert. 20 Menschen wurden in der Kölblgasse aus einem Wohnhaus gerettet. In einer Wohnung im ersten Stock hatte eine brennende Flüssiggasflasche für ein enormes Feuer gesorgt. Ein Mann erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung.

Auch wenn es noch keine Statistik gibt, Zimmerbrände haben während der Coronavirus-Pandemie zugenommen, sagte auch Feiler. „Die Wohnungen werden stärker beansprucht, alle sind daheim, manche entdecken Hobbys, die sie vorher nicht hatten, etwa kochen für sich“, erläuterte der Feuerwehrsprecher.

„Besondere Vorsicht walten lassen“
„Durch die vermehrten Aktivitäten in den Wohnungen steigt die Brandgefahr, viele Menschen befinden sich auf wenigen Quadratmetern, oftmals liegen auch mehr Unterlagen und Sachen daheim herum“, berichtete Feiler. Gerade jetzt solle man „besondere Vorsicht walten lassen“. „Vor dem Schlafengehen bitte immer kontrollieren, ob alle Elektrogeräte ausgeschaltet, Kerzen ausgeblasen und Aschenbecher ordnungsgemäß entleert sind“, so der Rat des Experten.

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