25.04.2020 10:08 |

In Freibädern

Eine Decke Abstand halten

Diese Idee könnte den Betrieb in den Bädern der Stadt Salzburg retten: Eine Picknickdecke soll den gebotenen Sicherheitsabstand wahren.

Die Freibäder zittern um ihre Öffnung. Der reguläre Saisonstart Anfang Mai dürfte ins Wasser fallen. Noch ist nicht absehbar, ab wann und in welcher Form heuer gebadet werden darf. Um in der Stadt Salzburg einen Badebetrieb auch in der Corona-Krise sicherzustellen, wurde Vizebürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) erfinderisch: Eine Picknickdecke soll auf den Liegewiesen für den nötigen Sicherheitsabstand sorgen.

„Die Idee stammt eigentlich vom Sternenkino am Kapitelplatz. Aber ich denke mir, man kann auch im Freibad Decken benutzen, das ist leicht kontrollierbar und der Bademeister muss nicht mit dem Maßband durchgehen“, erklärt Auinger. Durch die etwa zwei mal zwei Meter großen Decken sollen größere Abstände als zwischen einfachen Handtüchern möglich sein. In der Stadt liegt bereits ein Vorrat bereit, der auch an Gäste verliehen werden kann. Zusätzlich sollen nur noch weniger Leute in die Anlagen gelassen werden. An Spitzentagen tummeln sich normalerweise bis zu 7000 Badegäste im „Lepi“ – das wird heuer nicht möglich sein.

Maskenpflicht bei den Ein- und Ausgängen

Konkrete Vorgaben vom Bund fehlen noch. Kritisch sind besonders die Ein- und Ausgänge der Bäder sowie die Kinderbereiche. „Ohne Masken wird es wohl nicht gehen“, meint auch Auinger. Gerade im Wasser könnte es schwierig werden. Seine Decken-Idee will er jedenfalls dem Bund vorschlagen. In der Stadt Salzburg bereitet man sich schon auf die Saison vor. Im „Lepi“ wurde das Sportbecken bereits eingelassen, das Bad im Volksgarten folgt nächste Woche. Dass die Becken umsonst befüllt werden, befürchtet Auinger nicht: „Die müssen zur Reinigung und Wartung sowieso befüllt werden.“

Bei den Seezugängen gibt es konkretere Vorgaben: Wenn die Abstandsregeln eingehalten werden können, ist der Badespaß am See erlaubt - sofern die Badeplätze geöffnet sind. Geregelt wird das von jeder Gemeinde selbst. Freie Zugänge sind jedenfalls offen.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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