16.04.2020 20:36 |

Corona-Krise

Hunderttausende Kinder könnten laut UNO sterben

Hunderttausende Kinder könnten den Vereinten Nationen zufolge dieses Jahr weltweit infolge der Corona-Krise und einer damit einhergehenden globalen Rezession sterben. Ausbleibende Einnahmen würden arme Familien zu Einsparungen im Bereich der Gesundheit und Nahrungsmittelversorgung zwingen, was insbesondere Kinder, Schwangere und stillende Mütter treffe, erklärte UNO-Generalsekretär Antonio Guterres am Donnerstag.

Zudem hätten einige Länder Impfkampagnen gegen Polio und Masern eingestellt, beklagte Guterres. Durch die Folgen der Pandemie könnten laut dem von Guterres vorgestellten Bericht „die Fortschritte der letzten zwei bis drei Jahre bei der Verringerung der Kindersterblichkeit in nur einem Jahr“ umgekehrt werden. „Ich appelliere an Familien überall und an Führungskräfte auf allen Ebenen: Schützen Sie unsere Kinder!“, so Guterres.

Auch Schulschließungen stellen eine Gefahr dar
Eine Gefahr würden auch die Schulschließungen bergen, von denen laut UNO weltweit 1,5 Milliarden Kinder in 188 Ländern betroffen sind. Mehr als 300 Millionen von ihnen seien auf die Schule auch deshalb angewiesen, weil die Mahlzeiten dort für sie ein elementarer Bestandteil der Ernährung seien.

Fernunterricht steht nicht allen Kindern zur Verfügung
Doch auch im Bildungsbereich könnten sich die Unterschiede zwischen starken und schwachen Regionen noch weiter ausprägen: „Einige Schulen bieten Fernunterricht an, dies steht jedoch nicht allen zur Verfügung. Kinder in Ländern mit langsamem und teurem Internet sind stark benachteiligt“, so Guterres.

„Was als Notfall für die öffentliche Gesundheit begann, hat sich zu einem gewaltigen Test für das globale Versprechen entwickelt, niemanden zurückzulassen“, sagte der UNO-Generalsekretär weiter.

Dem Bericht zufolge litten Kinder weltweit unter den Corona-Maßnahmen, katastrophale Auswirkungen aber könnten sie vor allem für jene Millionen Minderjährige haben, die in Slums, Camps für Flüchtlinge und Vertriebene oder in Kriegs- und Krisengebieten leben.

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