31.03.2020 17:10 |

Morgen, Mittwoch:

90 außerordentliche Zivildiener treten Dienst an

Am Mittwoch, 1. April, treten rund 3500 außerordentliche Zivildiener ihren Dienst an. 2000 davon sind ehemalige Zivildiener, die sich freiwillig gemeldet haben. 1500 sind Aktive, die verlängert werden. Diese Maßnahme wird zum ersten Mal in der Zweiten Republik angewandt. Die Zivildiener werden bei der Versorgung und Betreuung älterer Menschen sowie bei Kranken- und Rettungstransporten helfen.

Die Freiwilligen werden zwei oder drei Monate dienen. Die meisten (rund 800) sind in Wien im Einsatz, in Niederösterreich sind es 370, in Oberösterreich 270, in der Steiermark 260, in Tirol 150, in Salzburg und Vorarlberg etwas mehr als 90, in Kärnten 60 und im Burgenland 40.

Die Regierung rechnet damit, dass Mitarbeiter in Krankenhäusern, Pflege- und Betreuungseinrichtungen in den kommenden Wochen ausfallen werden, weil sie erkranken oder unter Quarantäne stehen. Um diese Lücken zu schließen, wurde der außerordentliche Zivildienst ausgerufen.

Die Zivildiener wurden von den Landesstellen des Österreichischen Roten Kreuzes in den Bundesländern zugewiesen. Von dort erfolgt die regionale Verteilung auf die Einrichtungen, in denen es Bedarf gibt. Darüber hinaus gibt es eine flexible „Reserve“ an Zivildienern in jedem Bundesland, die nach akuten Bedürfnissen zugeteilt werden kann.

Michael Opriesnig, Generalsekretär Rotes Kreuz, sprach von einem „schönen und ermutigenden Zeichen, dass sich so viele Männer freiwillig gemeldet haben, um einen außerordentlichen Zivildienst anzutreten“.

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