Über Mauer

Arbeiter stürzte fünf Meter tief in Flussbett

Ungewöhnlicher Rettungseinsatz für die Feuerwehr in Grünburg: Ein Arbeiter aus Pottenbrunn (NÖ) stürzte am Donnerstagabend bei einer Mühle fünf Meter tief in das trockengelegte Flussbett der Steyr. Die Feuerwehr brachte den Notarzt mithilfe von Leitern zu dem Verletzten. Jeder dritte Arbeitsunfall ist ein Sturz.

Der schwere Arbeitsunfall hatte sich Donnerstag Abend in Grünburg zugetragen: Der 32-jährige Niederösterreicher hatte gegen 20.30 Uhr auf dem Areal der stillgelegten „Haunoldmühle“ gearbeitet. Aus noch ungeklärter Ursache stürzte er laut Polizei fünf Meter tief über eine Betonmauer auf das trockengelegte Bachbett des Steyr-Flusses. Der Verletzte konnte noch selbst mit seinem Handy die Rettung verständigen. Helfer von vier Feuerwehren rückten an, um ihn zu retten.

Im Schockraum behandelt
Zuerst wurde der Notarzt über Leitern zu dem Verletzten gebracht. Dann wurde der Niederösterreicher ins Krankenhaus Steyr eingeliefert und dort zunächst im Schockraum behandelt. Sturz und Fall sind übrigens die häufigsten Ursachen für einen Unfall bei der Arbeit. Mehr als ein Drittel aller Arbeitsunfälle passiert, weil jemand ausgerutscht oder gestolpert ist - und zwar meistens einfach auf ebenem Boden, so die Experten der Arbeiterkammer.

161.313 Schadensfälle 2018
Auch interessant: 2018 wurden von der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt bundesweit 161.313 Schadensfälle anerkannt. 107.530 betrafen Erwerbstätige und 53.783 Lehrlinge. Durch Stürze gab es 21.033 Verletzte und auch 25 Tote.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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Sonntag, 29. März 2020
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