12.03.2020 15:05 |

Wenn Maßnahmen greifen

Faßmann: „Zentralmatura könnte sich noch ausgehen“

Hinsichtlich einer möglichen Verschiebung der Zentralmatura, die für 5. bis 13. Mai geplant ist, fiel am Donnerstag noch keine endgültige Entscheidung. „Es ginge sich jetzt noch aus, wenn die Maßnahmen nicht zu lange dauern“, meinte Bildungsminister Heinz Faßmann. Ansonsten sei eine Verschiebung nach hinten natürlich naheliegend, entscheidend werde die nächste Woche sein. Viel hänge davon ab, wie die Maßnahmen an den Schulen greifen. Lehrer legen nun einen speziellen Fokus auf die Maturanten, wobei von Vorteil ist, dass in den Maturaklassen mittlerweile ohnehin kein neuer Stoff mehr durchgenommen wird.

Planmäßig an den Schulen stattfinden sollen die Präsentationen der vorwissenschaftlichen Arbeiten bzw. Diplomarbeiten. Diese sind ebenfalls ein Teil der neuen Reifeprüfung. Die Schüler stellen dabei vor der Maturakommission ihre Arbeiten vor und beantworten eventuell Fragen dazu. „Die Präsentation soll nur in Kleingruppen stattfinden, unter Wahrung der hygienisch relevanten Vorschriften“, so Faßmann.

Botschaft an Schüler: „Macht euch keine Sorgen“
Grundbotschaft an die Schüler laut dem Minister: „Macht euch keine Sorgen.“ Außergewöhnliche Situationen würden außergewöhnliche Maßnahmen erfordern. „Ihr werdet den Lernstoff im richtigen Tempo lernen, wir werden auf eine faire Leistungsbeurteilung achten.“ In Richtung der älteren Schüler meinte er: „Nutzt die Zeit. Meidet große Menschenansammlungen, Discos, Partys.“

Volksschulen, AHS-Unterstufen und Neue Mittelschulen sind angehalten, einheitliche Übungshefte pro Klasse zu erstellen und mitzugeben. Die Inhalte werden schulautonom festgelegt. Kinder werden im Journaldienst von Lehrern betreut - wie groß diese Gruppen sein werden, ist aber noch nicht klar und werde wohl pro Schule unterschiedlich sein, so Faßmann. Darüber werde man mit den Direktoren aber noch reden.

Faßmann-Appell an die Eltern
Schüler müssen die ihnen mitgegebenen Portfolios abarbeiten - entweder in der Betreuung oder daheim. An die Eltern appellierte Faßmann, nur jene Kinder an die Schulen zu bringen, für die keine häusliche Betreuung organisiert werden kann bzw. weil es aufgrund beruflicher Verpflichtungen nicht anders geht. An den Oberstufen ist die Regelung abgesehen von der Betreuung ähnlich - auch diese Schulen bleiben geöffnet, etwa für Schüler, die sich in der Bibliothek Material organisieren müssen.

Übungsmaterialien gibt es neben den digitalen Angeboten der Schulbuchverlage auf der Eduthek des Ministeriums. Die derzeit rund 2600 zur Verfügung stehenden Lerninhalte werden derzeit laufend erweitert. Für die Betreuung der Kinder würde ein eingeschränkter Betrieb ausreichen, so Faßmann. Auf Lehrer mit Betreuungspflichten oder Vorerkrankungen werde Rücksicht genommen. Auch dienstrechtlich sehe er keine Probleme.

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