10.03.2020 10:50 |

„Arzt überwacht ihn“

Coronavirus: Trump hat noch keinen Test gemacht

Zwar breitet sich das Coronavirus auch in den USA aus - US-Präsident Donald Trump hat sich aber bisher noch nicht testen lassen. „Präsident Trump befindet sich weiter in hervorragender Gesundheit und sein Arzt wird ihn weiterhin genau überwachen“, begründete Stephanie Grisham, Sprecherin des Weißen Hauses, den Test-Verzicht. Die Entwicklung setzt Trumps Regierung zunehmend unter Handlungsdruck. Der Präsident hatte sich in den vergangenen Tagen darum bemüht, die Bevölkerung zu beruhigen, und argumentiert, die Lage werde teils überzogen dargestellt. In den USA sei das allgemeine Ansteckungsrisiko gering, und das Land sei bestens gerüstet.

Trump habe weder einen längeren engen Kontakt mit bestätigten Covid-19-Patienten gehabt noch irgendwelche Symptome, teilte das Weiße Haus am Montagabend (Ortszeit) mit, nachdem zuvor entsprechende Fragen auf einer Pressekonferenz unbeantwortet geblieben war.

Trump hatte zuvor bei seinem Auftritt in Washington Nachfragen ignoriert, ob er sich bereits auf das Virus habe testen lassen, und die Pressekonferenz vorzeitig verlassen. US-Vizepräsident Mike Pence sagte daraufhin, das Weiße Haus werde die Antwort nachreichen.

Mehrere Republikaner begeben sich freiwilig in Quarantäne
Zuletzt hatten mehrere hochrangige republikanische Politiker angekündigt, sich als Vorsichtsmaßnahme freiwillig in Quarantäne zu begeben, nachdem sie vor einigen Tagen bei einer Konferenz in Washington mit einem späteren Covid-19-Patienten in Kontakt gekommen waren. Zwei dieser Republikaner wiederum waren in den vergangenen Tagen auch mit Trump selbst in Kontakt. Der Präsident hatte die Konferenz in Washington auch selbst besucht.

Trump schüttelt weiterhin Unterstützern die Hände
In den vergangenen Tagen betonte Trump jedoch mehrfach ausdrücklich, er sei wegen der Entwicklung nicht persönlich beunruhigt. Bei seiner Ankunft in Orlando (Florida) am Montag schüttelte er Unterstützern die Hände. Erst am Donnerstagabend (Ortszeit) hatte Trump in einem Interview gesagt, dass er darauf nicht verzichten wolle.

USA: 660 Infesktionen, 25 Tote
Nach Zählungen der „New York Times“ gab es am Montagabend (Ortszeit) mehr als 660 Infektionen und mehr als 25 Todesfälle in den Vereinigten Staaten. Die US-Börsen hatten am Montag wegen des Coronavirus sowie wegen eines Absturzes des Ölpreises ihren schlimmsten Handelstag seit der Finanzkrise von 2008 erlebt.

Börsen im Sinkflug: Trump kündigt Maßnahmenpaket an
Trump will nun mit einem Maßnahmenpaket den wirtschaftlichen Auswirkungen durch das Coronavirus entgegensteuern. Trump kündigte an, die Regierung wolle mit dem Kongress unter anderem über Lohnsteuererleichterungen sowie über Kredite für Kleinunternehmen reden.

Angedacht seien auch Hilfen für Menschen, die nach Stundenlohn bezahlt würden - für die also bei einem Arbeitsausfall wegen einer Erkrankung besondere Härten entstehen. Am Dienstag solle es dazu Gespräche mit Kongressvertretern geben, sagte Trump. Auch Gespräche mit Fluggesellschaften, Kreuzfahrtveranstaltern und der Hotelindustrie seien geplant. Sie sind von der aktuellen Krise durch das Virus besonders betroffen.

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