09.03.2020 17:27 |

Nepp im krone.tv-Talk

„Mit einem wie Erdogan darf man nicht verhandeln“

Der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp ist bereits voll im Wahlkampf für die Wien-Wahl im Oktober angekommen. Schwache Umfragen und ein ehemaliger FPÖ-Parteichef, der für eine andere Partei mit ähnlichem Programm ins Rennen gehen wird, hindern Nepp aber nicht daran, im „Krone“-Studio ordentlich gegen Stadt- und Bundesregierung auszuteilen. Außerdem warnt er vor einem erneuten Flüchtlingsdeal mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Mit dem Slogan „Holen wir unser Wien zurück!“ wirbt Nepp momentan um Stimmen. Die aktuellen Umfragen sagen den Freiheitlichen jedoch kein erfreuliches Ergebnis voraus. So kommt die FPÖ darin nicht über die 15-Prozent-Marke, bei einem Antritt Straches für die DAÖ könnten es sogar nur zehn Prozent werden. Der Wiener FPÖ-Chef gibt sich aber gelassen: „Solche Umfragen sind nur Momentaufnahmen. Es gab Umfragen damals, die Peter Pilz und die Piraten-Partei drinnen gesehen haben, was sich dann als falsch herausgestellt hat. Auch eine Stimme für die DAÖ wird eine verlorene sein, weil sie den Einzug ins Rathaus nicht schaffen werden.“

„Mit Erdogan darf es keinen Deal mehr geben“
Was die aktuellen Lage an der türkisch-griechischen Grenze betrifft, warnt Nepp davor, erneut Flüchtlinge ins Land zu lassen: „Es gibt einen Zusammenhang zwischen der Flüchtlingswelle im Jahr 2015 und dem Anstieg der Kriminalität. Ich habe mir ausgerechnet, dass alle 90 Minuten ein Asylwerber straffällig wird. Das sagen offizielle Zahlen des Innenministeriums und der Stadt Wien.“

Ein erneuter Pakt der EU mit Erdogan, so Nepp, wäre außerdem ein großer Fehler. Erdogan sei ein „Erpresser“ und würde mit seinem Handeln nur auf seinen eigenen Vorteil aus sein: „Ob das Geld wirklich bei den dortigen NGOs ankommt, wage ich zu bezweifeln. Mit so jemandem darf man nicht verhandeln, da gibt es einfach keinen Deal mehr.“

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