Neuwahl angesetzt

Sri Lankas Präsident löst das Parlament auf

Ausland
02.03.2020 20:55
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Präsident von Sri Lanka, Gotabhaya Rajapaksa, hat am Montag das Parlament des Inselstaates im Indischen Ozean aufgelöst und Neuwahlen angesetzt. Das Parlament soll nach dem Willen des Präsidenten am 25. April neu gewählt werden, wie Beamte weiter mitteilten.  

Die Verfassung des Landes ermöglicht es, das Parlament aufzulösen, wenn von der fünfjährigen Legislaturperiode viereinhalb Jahre verstrichen sind. Die Parlamentsauflösung sollte nach deutscher Zeit am Montagabend wirksam werden.

Rajapaksa war im November zum Präsidenten gewählt worden. Er ist der jüngere Bruder des früheren Präsidenten Mahinda Rajapaksa, der von 2005 bis 2015 amtierte. Als Verteidigungsminister war Gotabhaya Rajapaksa damals verantwortlich für den Militäreinsatz gegen tamilische Aufständische. Mit der Niederschlagung des Aufstandes endete 2009 nach mehr als einem Vierteljahrhundert der Bürgerkrieg.

Sri Lanka liegt westlich von Indien im Indischen Ozean und hat mehr als 21 Millionen Einwohner.

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