Caritas

Haussammlung: „Brauchtum“ für Tiroler in Not

Tirol
29.02.2020 17:00
Die Haussammlung der Caritas hat Tradition. Seit 1948 wird sie in Tirol durchgeführt. Caritas-Direktor Georg Schärmer nennt sie deshalb „Brauchtum“ – auch weil sie gebraucht werde. Ab 1. März sind wieder mehr als 2000 Ehrenamtliche im ganzen Land unterwegs. Sie sammeln Spenden für Caritas-Projekte in Tirol.

„Die Haussammlung ist der größte Besuchsdienst Tirols. Die ehrenamtlichen Sammler sind die Laufkraftwerke der Solidarität und fördern somit den Zusammenhalt in unserem Land“, ist Georg Schärmer überzeugt. Fast 800.000 Euro kamen im Vorjahr zusammen.

Seit zwölf Jahren von Tür zu Tür
Der Caritas-Direktor hatte für den Auftakt der Aktion nicht nur Bischof Hermann Glettler geladen, sondern auch Evi Schaffenrath. Die Axamerin ist seit zwölf Jahren in ihrer Gemeinde unterwegs und sammelt Spenden für Tiroler in Not. „Es kostet schon Überwindung, von Tür zu Tür zu gehen, die Menschen um Spenden zu bitten und Skeptiker davon zu überzeugen, dass das Geld bei den Menschen ankommt“, berichtet die Axamerin. Am Ende überwiege aber die Freude über die Solidarität im Land, über die schönen Begegnungen, über das Gefühl, dass mit dem Geld viele Projekte gesichert werden.

Die Spenden fließen unter anderem in die Demenz-Beratungsstelle für Angehörige oder in die Familienhilfe. „Wenn Familien durch einen Schicksalsschlag in eine Krise geraten, dann sind wir für sie da“, erklärt Bereichsleiterin Elisabeth Draxl das Prinzip. Schärmer erinnert daran, dass einst auch die Hospizarbeit mit dem Geld aus der Haussammlung finanziert wurde.

Bischof nennt sie Weltverbesserer
Bischof Glettler nennt die Haussammler „Weltverbesserer“. Nicht nur, weil sie Spenden sammeln, sondern auch, weil sie sich bei den Hausbesuchen Zeit fürs Zuhören nehmen.

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