25.02.2020 08:11 |

Gewalt in Indien

Mehrere Tote bei Protesten während Trump-Besuch

Während US-Präsident Donald Trumps Staatsbesuch in Indien hat es in der Hauptstadt Neu-Delhi gewaltsame Proteste mit mehreren Toten gegeben. Hintergrund der Zusammenstöße ist ein vom indischen Premier Narendra Modi durchgedrücktes Einbürgerungsgesetz, das nach Ansicht von Kritikern gezielt Muslime diskriminiert.

Bei den Protesten starben seit Montag mindestens fünf Menschen, wie die Nachrichtenagentur dpa am Dienstag aus Polizeikreisen erfuhr. Außerdem seien Fahrzeuge und Geschäfte in Brand gesetzt und mehr als zwei Dutzend Menschen von Ziegelsteinen verletzt worden, die von Befürwortern und Gegnern des Gesetzes geworfen worden seien, heißt es.

Nachdruck für Erhaltung der Religionsfreiheit
Donald Trump wollte nach Angaben aus US-Regierungskreisen bei seinem zweitägigen Besuch hinter verschlossenen Türen auch mit Nachdruck für Toleranz und die Erhaltung der Religionsfreiheit in Indien werben. Nennenswerte politische Abkommen oder Vereinbarungen neuer Geschäfte werden bei Trumps erstem Staatsbesuch in Indien nicht erwartet.

Seit Wochen Proteste gegen Gesetz
Seit Wochen gibt es in Indien wegen des umstrittenen Gesetzes Proteste gegen Modis hindu-nationalistische Regierung. Dabei kamen mehr als 25 Menschen ums Leben. Muslime sind Indiens größte religiöse Minderheit, sie machen rund 14 Prozent der indischen Bevölkerung aus, rund 80 Prozent sind Hindus. Das Gesetz erleichtert vielen illegal eingereisten Migranten aus drei mehrheitlich muslimischen Nachbarländern die Einbürgerung - sofern sie keine Muslime sind.

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