11.02.2020 12:07 |

Coronavirus

Zwei negativ getestete Japaner nun doch erkrankt

Zwei aus Wuhan evakuierte Japaner sind an dem neuartigen Coronavirus erkrankt, obwohl ihre Tests zuvor negativ ausgefallen waren. Wie das japanische Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte, wurde einer von ihnen sogar zwei Mal getestet, ohne dass das Virus entdeckt worden wäre. Beide Männer waren Ende Jänner aus Wuhan, dem Epizentrum des Ausbruchs, ausgeflogen worden.

Den Angaben zufolge wurde bei dem Mann zwölf Tage nach dem zweiten Test nun doch die Atemwegserkrankung nachgewiesen. Seit seiner Rückkehr nach Japan am 29. Jänner wurde er in einem Hotelzimmer unter Quarantäne gestellt. Der zweite Mann war laut Gesundheitsministeriums am 30. Jänner zurückgekehrt und zunächst ebenfalls negativ getestet worden. Ein zweiter Test am Montag habe dann das Virus nachgewiesen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO beträgt die Inkubationszeit des neuartigen Coronavirus rund 14 Tage.

Erste Patienten kommen aus Quarantäne
In Japan sind damit insgesamt 28 Menschen an dem Virus erkrankt. Seit Ausbruch der Epidemie in China holte die japanische Regierung bereits Hunderte seiner Staatsbürger aus der Stadt Wuhan. Ein fünfter Rückholflug soll in dieser Woche organisiert werden. Laut Behörden sollen die Passagiere des ersten Flugs vom 29. Jänner zudem noch in dieser Woche nach einem erneuten Test aus der Quarantäne entlassen werden.

Dutzend weitere infizierte japanische Staatsbürger befinden sich zudem auf einem unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiff vor der Küste des Landes. Bisher sind auf der „Diamond Princess“ mehr als 130 Menschen erkrankt. Japanische Behörden brachten am Dienstag 65 jüngst erkrankte Passagiere und Besatzungsmitglieder vom Schiff.

Kreuzfahrtschiff darf nirgends andocken
Aus Sorge vor dem neuartigen Coronavirus kann unterdessen ein aus Hongkong kommendes Kreuzfahrtschiff nirgends andocken - obwohl keine Fälle an Bord bekannt sind. Thailands Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul erklärte am Dienstag bei Facebook, er habe untersagen lassen, dass das Schiff festmacht. Zuvor hatten dies schon Taiwan und Japan verweigert, wie die Reederei Holland America Line schilderte.

Ursprünglich wollte das Schiff rund 120 Kilometer südöstlich von Bangkok anlegen. Thailands Regierungschef Prayut Chan-o-cha versicherte, der „Westerdam“ würden bei Bedarf Treibstoff, Wasser und Lebensmittel gebracht. An Bord sind nach Angaben der Reederei rund 1500 Gäste und 800 Besatzungsmitglieder. In Thailand sind bisher 33 Virusfälle bekannt. Die Reederei schrieb vor einigen Tagen auf ihrer Homepage, die Gäste seien in Sicherheit. Es werde für sie gut gesorgt. Das Schiff sei nicht in Quarantäne. Es gebe keinen Grund anzunehmen, dass es Fälle des Coronavirus an Bord gebe. Auf der Homepage schilderte die Reederei auch eine Reihe von medizinischen Vorsorgemaßnahmen, die getroffen würden.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).