30.01.2020 12:42 |

Beinahe-Kollision

Ausgediente Satelliten verfehlten sich um nur 47 m

Eine von Experten gefürchtete Kollision zweier ausgedienter Satelliten über den USA ist offensichtlich ausgeblieben. Die Satelliten IRAS und GGSE-4 hätten sich in der Nacht auf Donnerstag über der Stadt Pittsburgh aber um nur etwa 47 Meter verfehlt, berichtete das US-Unternehmen LeoLabs via Twitter.

Auf Radarbildern gebe keine Anzeichen auf neuen Weltraumschrott, twitterten die Experten weiter. LeoLabs hatte die beiden Satelliten unter enger Beobachtung gehalten.

Der Experimentalsatellit GGSE-4 (Gravity Gradient Stabilization Experiment) war demnach 1967 gestartet worden. Das Weltraumteleskop IRAS (Infrared Astronomical Satellite) war im Jänner 1983 ins All geschickt worden und bis zur Erschöpfung seines Kühlmittelvorrates am 21. November des gleichen Jahres in Betrieb. Der rund eine Tonne schwere IRAS war das erste Observatorium im All, das im mittleren und fernen Infrarot-Bereich operierte.

Gefahr für Missionen im Weltall
Zehntausende Trümmerteile verlorener, zerstörter oder einfach ausrangierter Satelliten oder Raketenteile irren mit rasender Geschwindigkeit durch die Schwerelosigkeit des Alls. Weil sie durch ihr hohes Tempo (bis zu 40.000 km/h) zu gefährlichen Geschossen werden, die selbst Panzerplatten durchschlagen könnten, sie sind eine potenzielle Gefahr für Raumfahrt-Missionen. Die europäische Weltraumorganisation ESA plant deshalb zusammen mit einem kommerziellen Konsortium die weltweit erste Mission zur Beseitigung des Schrotts.

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