06.07.2010 20:09 |

Bärige Fotofallen

So kommen Experten unseren Bären auf die Spur

Einfach bääärig! Nicht im Rosental, sondern im Gailtal müsste eigentlich das "Bärental" liegen. Denn fünf der acht Kärntner Braunbären haben sich derzeit dorthin zurückgezogen. Das weiß man, weil Gailtaler Jäger und Wissenschafter mit Foto- und Haarfallen die Tiere gezählt haben. Dieses erfolgreiche Projekt soll nun auf die Karawanken ausgeweitet werden.

Mit mehr als 200 Fotofallen wollen die beiden erfolgreichen und bekannten Bärenexperten Bernhard Gutleb und Paolo Molinari die Weidmänner ausrüsten. "Denn nur die Jäger wissen, wo man die Fallen aufhängen muss, um erfolgreich Bilder machen und Ergebnisse sammeln zu können", weiß Gutleb: "Bei diesem Projekt geht es darum, Kärntens Bären wissenschaftlich besser kennenzulernen."

Erkenntnisse für bärigen Nachwuchs
Das Projekt soll aber auch die fachliche Grundlage bilden, wie sinnvoll es ist, ein Bärenweibchen in Kärntens Wäldern freizulassen, um so erstmals für bärigen Nachwuchs zu sorgen. "Nur wenn man die Fakten kennt, kann man Rückschlüsse ziehen", so Landesvize Uwe Scheuch, der das EU-Projekt unterstützt.

300.000 Euro für alle "Meister Petz"
Bisher konnten die Experten drei Bären anhand ihres genetischen "Tatzenabdrucks" alleine in den Karnischen Alpen dokumentieren und fotografieren. Gutleb: "In den Karawanken gehen wir davon aus, dass dort ebenfalls drei bis vier Bären unterwegs sind." Die Kosten werden mit 300.000 Euro beziffert.

von Hannes Wallner ("Kärntner Krone") und kaerntnerkrone.at

Obiges Foto zeigt den Kärntner Bären "Franzi" - aufgenommen vom Experten Bernhard Gutleb.

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