23.01.2020 14:22 |

Beim Angeln erwischt

Hornhecht bohrt sich durch Hals von Teenager

Es ist wahrlich grauslich zum Ansehen: In Indonesien hat sich einem Teenager beim Angeln ein Hornhecht durch den Hals gebohrt. Erst zwei Tage nach dem dramatischen Vorfall konnten Ärzte den Fisch aus dem Hals des 16-Jährigen entfernen. Der Bub kann von Glück sprechen, ähnliche Begegnungen mit Hornhechten haben in der Vergangenheit für Menschen tödlich geendet.

Muhammad Idul war am vergangenen Samstag gemeinsam mit seinen Eltern zum Fischen in Pulau Buton in der indonesischen Provinz Südsulawesi hinaus aufs Meer gefahren, als plötzlich eine Schule von Hornhechten aus dem Wasser schoss. Einer der Fische erwischte den Buben, das spitze Maul bohrte sich dabei komplett durch Muhammads Hals.

Aufnahmen zeigen den Fisch im Hals des Buben steckend, die Spitze des Fischmauls ist dabei am Hinterkopf wieder herausgetreten. Die Eltern handelten richtig; versuchten gar nicht erst, Muhammad selbst aus seiner lebensgefährlichen Lage zu befreien, sondern eilten sofort mit dem 16-Jährigen ins nächste Krankenhaus.

Doch damit war die Tortur für den Teenager noch nicht vorbei. Die Mediziner entschieden sich nach Beratungen dazu, Muhammad in ein anderes Spital zu verlegen, wo er dann zwei Tage nach dem Unfall einer riskanten Notoperation unterzogen wurde. Laut Medienberichten seien drei Chirurgen und zwei Anästhesisten an dem Eingriff beteiligt gewesen. Der Hecht konnte schließlich aus dem Hals des Burschen entfernt werden, wie eine weitere Aufnahme beweist.

Mediziner: „Wir mussten sehr vorsichtig sein“
„Wir mussten sehr vorsichtig sein, da sich im Nacken wichtige Blutgefäße befinden“, zitierte das lokale Nachrichtenoortal „Antara News“ einen der zuständigen Mediziner. Der Junge befindet sich den Angaben zufolge zwar noch auf der Intensivstation, die Ärzte hätten seinen Zustand aber stabilisieren können, hieß es weiter. Allerdings leide er noch an hohem Fieber.

Immer wieder tödliche Zwischenfälle
Immer wieder kommt es zu tödlichen Zwischenfällen mit Hornhechten. So kam in den 1990er-Jahren ein Zehnjähriger ums Leben, als ihm ein solcher Fisch ins Gesicht sprang. Das spitze Maul rammte sich dabei durch eines der Augen bis ins Gehirn des Kindes. Ebenfalls tödlich endete die Begegnung eines jugendlichen Tauchers mit einem Hornhecht in Vietnam. Das Maul des Fisches bohrte sich in die Brust des 16-Jährigen, für den jede Hilfe zu spät kam.

Der Hornhecht mit seinem markanten spitzen Maul ist im Mittelmeer, der Nordsee und der Ostsee beheimatet. Im Mai zieht er in die küstennahen Ostseegewässer und gilt als saisonale Delikatesse. Die Familie der Hornhechte (Belonidae) umfasst 40 Arten und zwölf Gattungen. Kleine im Süßwasser lebende Arten werden nur sechs bis sieben Zentimeter lang, während große marine Arten bis zu zwei Meter lang werden können.

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