19.01.2020 13:23 |

Auf Reichsbrücke

Automatensprenger mit Schreckschüssen gestoppt

Zwei Männer haben am Samstagabend im Wiener Bezirk Leopoldstadt einen Zigarettenautomaten in die Luft gesprengt, sich am Inhalt des Automaten bedient und danach die Flucht ergriffen. Auf der Reichsbrücke konnte die Polizei die Verdächtigen einholen, jedoch weigerte sich das Duo, stehen zu bleiben. Beamte gaben deshalb zwei Schreckschüsse ab, woraufhin einer der Flüchtenden aufgab.

Gegen 21.30 Uhr hatte sich das Duo an dem Automaten in der Wehlistraße zu schaffen gemacht und ihn mit „einem pyrotechnischen Gegenstand“ in die Luft gesprengt, berichtete Polizeisprecher Paul Eidenberger am Sonntagvormittag. Mit einem Großteil des Inhalts, den die Verdächtigen in einen Rucksack packten, ergriffen sie danach die Flucht und liefen in Richtung Reichsbrücke davon.

„Zwei Schreckschüsse abgegeben"
Die alarmierte Polizei nahm die Verfolgung auf und konnte einen der beiden Beschuldigten, einen 25 Jahre alten Österreicher, stoppen und festnehmen. „Seinem Komplizen gelang vorerst die Flucht“, so Eidenberger. „Zur Durchsetzung der Anhaltung wurden zwei Schreckschüsse abgegeben.“

Noch bevor für den 25-Jährigen die Handschellen klickten, hatte dieser den Rucksack samt Diebesgut in die Donau geworfen. Dieser konnte kurz darauf von Kräften des See- und Stromdienstes der Polizei aus den Fluten geborgen werden, hieß es. Im Rucksack sollte die Polizei etliche Zigarettenschachteln sowie auch Teile des zuvor gesprengten Automaten vorfinden.

Für weitere Sprengungen verantwortlich?
Die Ermittlungen in dem Fall sind in vollem Gange. So werden Erhebungen bezüglich des vorerst flüchtigen Komplizen geführt, auch steht der Verdacht im Raum, dass die Verdächtigen womöglich für weitere gleichartige Sprengungen in der Bundeshauptstadt verantwortlich sein könnten.

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