18.01.2020 11:51 |

Geld geht ins Ausland

Nutzer kaufen kaum in heimischen Online-Shops

Die Österreicher kaufen gerne und viel online ein, allerdings nicht bei heimischen Online-Shops. Nur rund acht Prozent aller Online-Umsätze fließen rein österreichischen Online-Shops zu, wie RegioData ermittelte. Mehr als die Hälfte (64 Prozent) geht ins Ausland zu Amazon, Zalando & Co. Allein Amazon heimst 11,3 Prozent aller Online-Umsätze ein.

Ein nicht unerheblicher Anteil von 28 Prozent fließt Firmen zu, die zwar eine Österreich-Niederlassung haben, aber in ausländischer Hand sind - wie etwa Eduscho, Media Markt, Otto oder Obi. Die Gesamtzahl aller Online-Uumsätze in Österreich wird mit rund acht Milliarden Euro (inklusive Umsatzsteuer) beziffert. Dienstleistungen wie Online-Reisebüros oder Essenszustellungen sind nicht miteingerechnet.

Der erste rein österreichische Online-Anbieter mit Unternehmenszentrale in Österreich befindet sich im Ranking von RegioData mit dem Elektronikhändler e-tec electronic erst auf Platz sieben. Reine „Österreicher“ sind auch electronic4you (Rang 8), 0815.at (Rang 12), XXXLutz (Rang 21), Lemon Technologies (Rang 24), Interspar (Rang 26) und Steiner Shopping (Rang 27).

Amazon ist erste Adresse für Online-Shopper
Erste Adresse beim Online-Shopping ist Amazon. Auf Platz zwei folgt mit Unito (Otto, Universal, Quelle usw.) ein Unternehmen mit österreichischer Beteiligung. Unito gehört zwar zur deutschen Otto-Gruppe, hat aber in Graz und Salzburg Niederlassungen. Dahinter liegen Zalando, Media Markt/Saturn, H&M und Apple.

Große Branchenunterschiede
In fast allen Branchen wird das Online-Angebot für die österreichischen Kunden durch ausländische Anbieter dominiert. Lediglich bei Möbeln (XXXLutz, Möbelix), im Baumarktbereich (Obi) und im Lebensmittelhandel (Interspar, M-Preis, Unimarkt) erreichen Online-Shops mit österreichischer Beteiligung einen Anteil von insgesamt mehr als 50 Prozent. Allerdings sind die Online-Anteile dieser Branchen vergleichsweise gering.

„Bei den besonders online-affinen Branchen mit hohen Umsatzvolumina wie Bekleidung, Elektro oder Schuhe spielen rein österreichische Online-Shops keine maßgebliche Rolle“, so RegioData.

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