Teils verpflichtend
So ist der Lateinunterricht in Europa geregelt
Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) hat angekündigt, die Lateinstunden in der Oberstufe zugunsten von Unterricht zu Künstlicher Intelligenz (KI) zu kürzen – und damit eine Diskussion ausgelöst. Im Schuljahr 2023/24 hat knapp die Hälfte der Jugendlichen in AHS-Oberstufen Latein als Fremdsprache gelernt.
Insgesamt lernten 2023/24 etwa 51.600 Schülerinnen und Schüler in Österreich Latein, die meisten von ihnen besuchten eine AHS-Oberstufe. Ungefähr 8300 von ihnen hatten die Sprache bereits in der Unterstufe als Fach. In berufsbildenden höheren Schulen wie einer HTL oder HAK wird Latein kaum unterrichtet.
In vielen anderen europäischen Ländern wie Dänemark, Deutschland, Luxemburg und Norwegen haben die Schülerinnen und Schüler ebenfalls die Wahl, ob sie Latein oder eine andere Fremdsprache lernen. Für andere Schülerinnen und Schüler ist der Lateinunterricht in der Oberstufe zum Teil verpflichtend, darunter sind unter anderem die Niederlande, Schweiz, Griechenland und Belgien. In Belgien soll der Unterricht ab 2028 auch in den ersten zwei bis drei Jahren der Unterstufe vorgeschrieben werden. Derzeit müssen europaweit nur rumänische Schulen schon in der Unterstufe Latein anbieten.
Deutsch wird häufig gelehrt
Altgriechisch wird in deutlich weniger Ländern angeboten. In Österreich belegten diese Sprache 2023/24 etwa 600 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. Die Fremdsprachen, die an Europas Schulen, am häufigsten gelehrt werden, sind unter anderem Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch und Russisch. Mit etwas Abstand folgen Chinesisch, Arabisch, Türkisch und Japanisch, die damit noch vor Portugiesisch liegen.









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