16.01.2020 10:49 |

Polizei zweifelte erst

Tochter filmte brutale Misshandlung durch Vater

Weil ihr die Polizei nicht glaubte, hat eine 14-Jährige im US-Bundesstaat Florida die brutale Misshandlung durch ihren Vater per Video aufgezeichnet. Bereits zuvor hatte Damon Becnel (47) seine Tochter mehrfach misshandelt, doch die Polizei glaubte dieser nicht bzw. unternahm aus Mangel an Beweisen nichts. Schließlich installierte das Mädchen zu Hause heimlich Überwachungskameras. Das Video zeigt die verstörende Brutalität, mit der der Vater zuerst auf die Hunde der 14-Jährigen und dann auf sie selbst losgeht.

Zwei Videos übergab die 14-Jährige, deren Name aus Opferschutzgründen nicht genannt wird, der Polizei. Die Szenen, die darauf zu sehen sind, sind schauderhaft. Der Vater schreit die Tochter an, demütigt sie, weil einer ihrer Hunde angeblich nicht gehorcht. Die Vierbeiner liegen auf dem Bett, das Mädchen sitzt zusammengekauert auf einem Sessel.

Schließlich packt Becnel einen der Hunde an der Kehle, hält ihm ein Messer vor den Kopf und zieht ihn vom Bett „Ich werde dem verdammten Vieh die Augen rausschneiden“, droht er. Die Tochter geht dazwischen, wirft sich schützend über den Hund: „Bitte nicht, Daddy, hör auf!“ Daraufhin packt der Vater die 14-Jährige, reißt sie an den Haaren und schlägt sie mit dem Kopf gegen das Bett. 

Mutter hat kein Sorgerecht
Die Polizei nahm Becnel fest, mittlerweile ist er gegen eine Kaution von 4000 Dollar wieder auf freiem Fuß. Den in Florida nicht unbekannten Unternehmer erwartet nun ein Prozess wegen Kindesmisshandlung und Tierquälerei. Die Mutter der 14-Jährigen sagte dazu, ihre Tochter habe schon seit Jahren versucht, die Misshandlungen durch den Vater anzuzeigen: „Niemand hat ihr geglaubt.“ Sie selbst hat kein Sorgerecht für das Mädchen, berichten US-Medien. Der Grund dafür ist nicht bekannt.

Mittlerweile meldete sich der Großvater des Mädchens, Tom Becnel, zu Wort. Er sagt: „Meine Enkeltochter ist wieder zu Hause mit ihren beiden Hunden. Ich hoffe, mein Sohn bekommt nun die Behandlungen, die er braucht. Sein Verhalten ist aber nicht bezeichnend für unsere Familie.“

Michaela Braune
Michaela Braune
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