Wirbel in Pichl:

Verurteilter Bürgermeister muss zurücktreten

Hohe Wellen schlägt das nun rechtskräftige Urteil von 15 Monaten bedingter Haft für den Pichler Bürgermeister Johann Doppelbauer. Der 59-jährige VP-Politiker muss seinen Sessel räumen.

„Ein hartes Urteil. Es ist jedoch ohne Wenn und Aber zu akzeptieren“, bedauert Gemeindebund-Präsident Johann Hingsamer die Entscheidung der Richter am Oberlandesgericht Linz. Hingsamer, selbst ÖVP-Ortschef in Eggerding, hat zu Beginn des Verfahrens betont, dass es für Doppelbauer „eng werden könnte“.

Debatte über Urteil
Er wurde wegen Unregelmäßigkeiten bei Bescheiden für Kanal- und Wassergebühren angeklagt. Der Schaden wurde mit 600.000 € beziffert. Viele der 92 Vorwürfe lösten sich auf. Am Ende blieb ein Schaden von 61.000 €. Dennoch fasste Doppelbauer 15 Monate bedingt aus, ab 12 Monaten müssen Bürgermeister zurücktreten.

Amtsleiter muss ins Gefängnis
Für ÖVP-Landesmanager Wolfgang Hattmannsdorfer ist das Urteil nicht nachvollziehbar: „Niemand kam zu Schaden. Doppelbauer hat die nicht verrechneten Anschlussgebühren selbst bezahlt, hat sich nicht bereichert!“ Das hat laut rechtskräftigem Urteil der Pichler Ex-Amtsleiter getan. Er fälschte Urkunden und „belohnte“ sich für Überstunden mit 230.000 €. Dafür muss er acht Monate ins Gefängnis.

Mario Zeko
Mario Zeko
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Dienstag, 18. Februar 2020
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