Blitz-Bestimmungen

Schwammige “Öko-Regel” auf A2 wird immer skurriler

Kärnten
26.06.2010 10:00
Die schwammige "Öko-Regel" auf der Autobahn bei Klagenfurt wird immer skurriler! Steigt die Luftbelastung, müssen Autofahrer ihr Tempo ja von 130 auf 100 km/h drosseln. Weil die Polizei aber nicht weiß, wann die automatische Anlage das Tempolimit reduziert, müssen Beamte beim Blitzen die Anzeige sehen können.

An 25 Tagen wurden heuer in Klagenfurt die Feinstaub-Grenzwerte bereits überschritten. Um die Immissionen an Tagen mit einer hohen Belastung zu senken, wird auf der Autobahn das Tempolimit verringert. Eine "Öko-Regel", die bei Verkehrsexperten für Kopfschütteln sorgt und Kuriositäten nach sich zieht.

Die Folgen waren hohe Strafen und peinliche Irrtümer. Weil die Polizei nicht wusste, welches Tempolimit gerade galt, wurden zum Beispiel bei Graz viele Lenker zu Unrecht bestraft. Wegen der "Krone"-Berichte wurde jetzt der Nationalrat mit diesem Thema befasst. 

Um Peinlichkeiten rund um die "Öko-Regel" zu vermeiden, dürfen Polizisten ihre Radarmessungen künftig nur noch von Stellen aus vornehmen, von wo sie auch sehen, welches Tempolimit aktuell gilt. Das heißt, die Beamten müssen mit Blick auf die Überkopf-Verkehrsanlagen in Stellung gehen: Wird das Tempolimit auf 100 km/h reduziert, werden die Laserpistolen scharf gemacht. 

Auch Lenker von Elektro-Autos zahlen
Ob das Tempolimit dabei mit einem luftverpestenden Uralt-Lkw oder mit einem Elektroauto, das ja bekanntlich keine Emissionen verursacht, überschritten wird, ist egal. Beide Lenker zahlen für den Umweltschutz.

von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"

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