Transparente Kosten

Wasser-Streit in Klagenfurt: Politik mischt nun mit

Kärnten
25.06.2010 18:56
Im Klagenfurter Wasser-Streit mischt jetzt auch die Politik mit! Nachdem die Grünen einen Sondergemeinderat gefordert hatten, schaltet sich auch die SPÖ in die leidige Debatte ein und sorgt mit einer Forderung für Aufsehen: "Werden die Kosten für das Trinkwasser nicht transparent dargestellt, dann sollte die Rückführung des Wasserwerkes in den Magistrat ernsthaft überlegt werden!"

Prozesse, gekündigte Verträge, empörte Kunden: Der Wasser-Streit, der um die neue Gebühr der Stadtwerke (STW) entbrannt ist, weitet sich aus. "Seit die STW ausgegliedert und in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurden, haben die politischen Vertreter keine Einsicht mehr auf die Kostenwahrheit", so SPÖ-Vizebürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz. Sie denkt an eine Rückführung des Wasserwerks in den Magistrat. Denn wie immer deutlicher wird, hat die Stadt beim Trinkwasser in Klagenfurt nur wenig mitzureden.  

Bürgermeister Christian Scheider hat für die am Montag stattfindende STW-Aufsichtsratssitzung die Darlegung der Kosten gefordert. "Alles, was mit dem Wasser zu tun hat, muss in der Verantwortung der Politik sein." Er überlegt ein Modell, wonach die Versorgung die STW übernehmen, die Tarife aber von der Stadt festgesetzt werden könnten. 

von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
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