17.12.2019 12:42 |

Knallharte Strafen

Anschlag geplant: 40 und 36 Jahre Haft für Brüder

Ein australisches Gericht hat zwei Brüder wegen der Planung eines Terroranschlags zu jahrzehntelangen Haftstrafen - 40 bzw. 36 Jahre - verurteilt. Die aus dem Libanon stammenden und in Australien lebenden Männer haben im Jahr 2017 versucht, eine Bombe an Bord eines Flugzeugs zu schmuggeln. Zum Vergleich: In Österreich würde das Strafmaß für die Planung oder Begehung von terroristischen Straftaten deutlich geringer ausfallen.

Das Brüderpaar war bereits im Mai und September schuldig gesprochen worden. Laut Gerichtsurteil versuchten die beiden 34 und 52 Jahre alten Männer, am Flughafen von Sydney Sprengstoff in einem Fleischwolf versteckt in eine Maschine nach Abu Dhabi zu bringen. Der Fleischwolf befand sich im Gepäck eines weiteren Bruders, der offenbar nichts von dem geplanten Anschlag wusste.

Brüder wollten Hunderte töten
In seinem Urteil argumentierte der Richter, dass es keinen Unterschied mache, dass die Brüder ihre geplante Tat nicht ausführen konnten. Die Absicht, Hunderte Menschen töten zu wollen, reichte für den Urteilsspruch aus. In Österreich hätte der Richter beim Urteilsspruch übrigens weniger Härte zeigen können.

Zitat Icon

Wer eine terroristische Straftat im Sinne des Abs. 1 begeht, ist nach dem auf die dort genannte Tat anwendbaren Gesetz zu bestrafen, wobei das Höchstmaß der jeweils angedrohten Strafe um die Hälfte, höchstens jedoch auf zwanzig Jahre, hinaufgesetzt wird.

jusline.at (Paragraf 278c Strafgesetzbuch)

Fleischwolf fiel nur wegen Gewicht auf
Der Fleischwolf mit dem Sprengstoff dürfte letztlich nur wegen seines hohen Gewichts bei der Sicherheitskontrolle aufgefallen sein. Laut dem Urteil muss der jüngere Bruder mindestens 27 Jahre seiner Strafe absitzen, der ältere Bruder sogar mindestens 30 Jahre. In Österreich ist dieser Tage ein mutmaßliches Terror-Netzwerk um IS-Sympathisanten von der Polizei ausgehoben worden.

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