17.12.2019 09:00 |

Leser am Wort

Kritik an Wohnungsvergabe: „Selber aktiv werden!“

Was lange währt, wird nicht immer gut. Der Programmierer Robert Zmasser wartete 27 Jahre lang auf eine Gemeindewohnung der Stadt Wien. Seit 1992 war er auf der Warteliste und kann dies mit dem charmanten „Vormerkschein“, der noch mit Schreibmaschine geschrieben wurde, bezeugen. Wir haben uns bei unseren Lesern umgehört und präsentieren Ihnen einige Wohn-Erlebnisse unserer Community.

Der „Vormerkschein“ vom 25. Mai 1992 ist nicht mehr aktuell, aber „Vorschrift ist Vorschrift“ und daran hat sich Zmasser auch gehalten. Jetzt muss er sich um einen neuen Vormerkschein kümmern und trotz der langen Wartezeit wieder von vorne beginnen.

Konstruktive Kritik findet sich wieder bei unseren Lesern zu diesem Thema, so bemerkt pandorli5: „Wenn man eine neue Adresse hat, muss man selber aktiv werden!“

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pandorli5
Umzüge mögen zwar nicht zu melden sein, aber Datenänderungen sicher, wenn man eine neue Adresse hat ,muss man selber aktiv werden und Bescheid geben, dass die Adresse eine andere ist
Das alles jetzt unabhängig vom sonstigen Vergabe System von Wiener Wohnen,von dem ich ad personam wahrlich kein Freund bin
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Auch Oesifan ruft zu mehr Eigenständigkeit mit der alten Weisheit „Wer am Lästigsten ist, bekommt am Schnellsten was man will“ auf.

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Oesifan
Alte Weisheit, Wer am lästigsten ist bekommt am schnellsten was man will! Der Akt wurde bereits nach einem halben Jahr abgelegt wenn kein weiterer Kontakt erfolgt, dies ist die Handhabung und Normalität bei Ämtern!
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Unser Leser einWiener hat schon ausgiebige Erfahrungen mit den Wohnungen der Gemeinde Wien gemacht und bemerkt: „In einem reichen Staat wie Österreich dürfte es keine Obdachlosen geben.“

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einWiener
Kann auch ein Lied davon singen, wurde auch vor ca. 20 Jahren mit 30ig geschieden und wollte eine leistbare kleine Wohnung von der Gemeinde. Als Antwort bekam ich von denen " ich solle bei meiner ex in Untermiete bleiben oder bei meinen Eltern ( beide um die 70ig ) in ein kleines Zimmer ziehen, mit nachhaken hatten sie mir dann eine 120m2 Wohnung angeboten die ich mir nieee hätte leisten können! Es blieb mir also nichts anderes über, als dass ich mir selber eine private kleine Untermietswohnung suchte und zum Glück eine "günstige" fand. Es nützte damals auch kein Parteibuch und auch nicht dass mein Vater jahrzehntelang bei der Gewerkschaft war soviel zur "Freunderlwirtschaft"! In einem "reichen" Staat wie Österreich dürfte es keine Österreichischen Obdachlosen geben, leider interessiert das in der Politik niemanden, ist nicht Medienwirksam!!!
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Von einer menschlichen Lösung erzählt der Leser pomfinebra und lobt: „Die Reaktion war in diesem Fall echt klasse.“

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pomfinebra
Meinem Taufpaten ist Ähnliches passiert. Seine Familie und er haben in einer wirklich sehr kleinen Wohnung in Wien 4 gewohnt. Hatten auch einen Vormerkschein aus den Sechzigerjahren. Immer an der gleichen Adresse gewöhnt. Nach 38 Jahren ging er in die, damals noch zuständige Abteilung in die Doblhofgasse. Die dortige junge Mitarbeiterin kannte diesen mit Schreibmaschine und Durchschlag geschriebenen Vormerkschein gar nicht mehr. Dieser war im Amt nicht mehr zu finden!

Aber die Reaktion war in diesem Fall echt klasse!

Der Abteilungsleiter wurde hinzugezogen der den Fall nochmal prüfte und danach meinen Taufpaten in sein Büro mitnahm. Aus einem Ordner entnahm er die Planskizze eines zu der Zeit eben im Bau befindlichen Gemeindebau's in der Nähe der Reinprechtsdorferstrasse. Mein Taufpate durfte sich eine Wohnung in diesem Haus aussuchen (!!). Sie haben sich natürlich eine sehr schöne große Wohnung mit Dachterrasse ausgesucht.

Jetzt schon um vieles älter wohnen sie noch immer dort.
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