Motiv Langeweile?

Nach feiger Tat: Straußenmörder von Stumm gefasst

Tirol
22.06.2010 15:05
Eine unglaubliche Gräueltat hat am Sonntag die Bewohner der Gemeinde Stumm im Zillertal schockiert. Ein 21-jähriger Schwazer feuerte dort mit einem Kleinkaliber-Gewehr auf zwei Vogelstrauße. Eines der seltenen Tiere musste eingeschläfert werden. Der Besitzer ist verzweifelt. Das Motiv des Taugenichts war vermutlich "Langeweile".

Als eine "feige Tat" wird dieses Attentat auf zwei wehrlose Tiere im Ort beschrieben. Die Aufregung war groß, als der Strauß-Besitzer Andreas Laimböck am Sonntagmorgen die blutenden Tiere fand. Eine Halswunde und ein Oberschenkeleinschuss rafften die großen Vögel darnieder. Das weibliche Tier mit dem Halseinschuss musste darauf eingeschläfert werden.

Laimböck war ratlos. Er wusste nicht, wer so eine Tat verüben konnte. Ein anonymer Hinweis aus der Bevölkerung brachte am Montag den entscheidenden Tipp. Am Vormittag stürmten Beamte der Polizei Ried die Wohnung eines 21-jährigen Schwazers. Er wurde von Zeugen belastet. Sofort gestand der junge Angestellte die grausame Tat. Reumütig und voll geständig soll er laut Polizei gewesen sein.

Über das Motiv schwieg der Tiroler. Man vermutet jedoch Langeweile. Für das Kleinkaliber-Gewehr braucht man hierzulande keinen Waffenschein, obgleich es tödlich sein kann.

Nach seiner Aussage konnte der Tierquäler die Wache verlassen. "Er wurde auf freiem Fuß angezeigt", so die Polizei. Zudem wurde die Staatsanwaltschaft informiert. Dem Mann droht nun ein Strafprozess. Der Besitzer Laimböck wurde über die Verhaftung nicht informiert. Trost wird es wohl wenig spenden, bleibt sein Tier doch mit Sicherheit tot.

von Matthias Holzmann, Tiroler Krone
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