Kolumbien-Wahl
Regierungskandidat Santos wird neuer Präsident
Die Angaben beruhten auf Auszählung von 91,59 Prozent der Stimmen. Santos tritt damit am 7. August für vier Jahre die Nachfolge von Amtsinhaber Alvaro Uribe an.
Mockus gab am Sonntag seine Niederlage in der Stichwahl zu. "Ich beglückwünsche Santos und alle die ihn gewählt haben. Ich wünsche ihm Erfolg für unser Land", sagte der Kandidat der Grünen in der Hauptstadt Bogota.
Santos will Uribe-Kurs fortsetzen
Santos hatte schon in der ersten Wahlrunde am 30. Juni mehr als doppelt so viele Stimmen wie Mockus erzielt und fast im ersten Anlauf gewonnen. Ihm kam vor allem zugute, dass er die Politik des populären Uribe, vor allem dessen kompromisslosen Kampf gegen die linken Rebellen (FARC), fortsetzen will. Mockus hatte demgegenüber die Bedeutung von Bildung und Ethik in der Politik hervorgehoben.
Mit dem Sieg des 58-jährigen Mitte-Rechts-Politikers war allgemein gerechnet worden. Uribe selbst durfte nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidieren. Nach Angaben der Wahlkommission war die Wahlbeteiligung mit nur rund 40 Prozent niedriger als beim ersten Durchgang am 30. Mai. Meinungsforscher machten den Regen, die Fußballweltmeisterschaft sowie die Tatsache dafür verantwortlich, dass viele Wähler von vornherein vom Sieg des Uribe-Kronprinzen ausgingen.
Gewalt überschattete Stichwahl
Trotz strenger Sicherheitsvorkehrungen wurde die Stichwahl von Gewalt überschattet. Am Wochenende wurden bei verschiedenen Gewalttaten mindestens 17 Menschen getötet, darunter elf Soldaten und Polizisten sowie sechs Mitglieder der FARC-Rebellen. Insgesamt waren 350.000 Polizisten und Soldaten im Einsatz, um einen geordneten Wahlverlauf zu sichern.
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