04.12.2019 20:02 |

Debatte um Fahrverbote

Für Platter ist Roms Ankündigung ein „Affront“

Nach der Ankündigung der italienischen Verkehrsministerin, alle möglichen Schritte gegen die Tiroler Fahrverbote bzw. Anti-Transitmaßnahmen zu ergreifen, hat Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) scharf reagiert. „Das ist nicht nur ein Affront gegenüber der Bevölkerung Tirols, sondern auch gegenüber den Menschen in Südtirol und dem Trentino“, sagte Platter. Tirol sei „nicht das Warenverschiebelager Europas“ und habe jedes Recht sich gegen den überbordenden Straßentransitverkehr zur Wehr zu setzen. 

Dort hätten die Menschen ebenfalls schwer unter dem Transitverkehr zu leiden, so Platter. Der Landeshauptmann zeigte sich überzeugt, dass die Initiative Italiens „erfolglos verlaufen“ werde.

„Die Europäische Union hat mehrfach bestätigt, dass die Tiroler Maßnahmen gegen den Transitverkehr verhältnismäßig und gerechtfertigt sind. Seit dem Jahr 2015 ist der Lkw-Verkehr über den Brenner weiter angestiegen. Solange es nicht zu einer spürbaren Entlastung entlang der Brennerachse kommt, werden wir an unseren Anti-Transitmaßnahmen festhalten und - falls notwendig - diese auch weiter verschärfen“, kündigte Platter an.

Der nunmehrige Vorstoß Roms zeige, dass die italienische Regierung „vollends am Gängelband der internationalen Transitlobby“ hänge.

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