Geldstrafen

Schüler als Ausweisfälscher gaben auch Rabatt

„Sie haben die Hosen gestrichen voll“, sagt der Verteidiger über die beiden Maturanten, die einen schwungvollen Handel mit gefälschten Schülerausweisen betrieben haben. Am Mittwoch saßen sie in Linz vor Richter Walter Eichinger und zitterten wegen der Vorstrafe um ihre Zukunft. Sie kamen aber mit Geldstrafen davon.

Die Idee kam den beiden nach der Tanzschule. Der eine, damals bereits 16, durfte nach dem Tanzkurs schon fortgehen, dem anderen war das Vergnügen mit 15 noch verwehrt. Die Schülerausweise, die sie in der Folge mit einem eigens angeschafften Scheckkartendrucker produzierten, dienten als Türöffner zu Lokalen, zu Alkohol und Zigaretten

Mengenrabatt
Das Unternehmen wurde professionell aufgezogen. Um zirka 30 Euro gab es einen Schülerausweis, wer mehr als zehn am Stück bestellte, erhielt Mengenrabatt. Ein Ausweis, der das Alter auf 18 Jahre hinaufsetzt, war teurer. Der 18-Jährige war für den Vertrieb zuständig, der 19-Jährige für die Herstellung. Über 900 Euro nahmen sie mit 304 falschen Ausweisen ein.

Reines Leumundszeugnis
Vor Richter Eichinger zeigten sich die beiden, die sehr gute Maturazeugnisse vorweisen können, reumütig. Nun zitterten sie ums Studium, das durch eine Vorstrafe nicht begünstigt wird. Sie kamen mit Geldstrafen von 720 bzw. 960 Euro davon, die nicht im Leumundszeugnis aufscheinen. Das Fälscherequipment wird konfisziert.

CT

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