02.12.2019 11:30 |

Fund vor Schottland

100 Kilo Müll im Magen: Pottwal verendete qualvoll

In Schottland haben Experten im Magen eines toten Pottwals rund 100 Kilogramm Müll entdeckt. Die Reste von Fischernetzen, Seile, Sackerl, Verpackungsbänder und Plastikbecher hatten sich im Magen zu einem riesigen Ball geformt, wie die britische BBC am Montag berichtete. Der Müll stammt demnach vom Festland und von Fischerbooten.

Der Meeressäuger war am Donnerstag am Luskentyre-Strand auf der Isle of Harris angeschwemmt worden, die zu den Äußeren Hebriden zählt. Es handelt sich um die südliche Region der Insel Lewis and Harris.

Immer häufiger verenden Tier durch Plastik im Magen
Umweltschützern zufolge war zunächst noch nicht klar, ob der Wal direkt durch den Plastikmüll starb. „Das Tier war in keinem besonders schlechten Zustand“, teilte die schottische Gruppe Scottish Marine Animal Stranding Scheme (SMASS) auf Facebook mit, die gestrandete Meerestiere erfasst. „Die Menge an Plastik im Magen ist trotzdem erschreckend.“

Immer wieder werden in den Weltmeeren tote Wale entdeckt, die wahrscheinlich durch Plastik verendeten. Die jetzt gefundene Menge an Müll im Magen ist allerdings ungewöhnlich groß.

Anfang April war ebenfalls ein Pottwal an einem Strand in Sardinien gestrandet und dort verendet. Im Magen des acht Meter langen und acht Tonnen schweren weiblichen Tieres (Bild unten) wurden laut Angaben der Umweltschutzorganisation SEAME Sardinia 22 Kilogramm Plastik gefunden.

Grindwal mit mehr als 80 Sackerl im Magen
Im Juni vergangenen Jahres verendete in Thailand ein Grindwal, in dessen Bauch mehr als 80 Plastiksackerl steckten, nach fünftägigem Todeskampf. Der Meeressäuger konnte trotz intensiver tierärztlicher Bemühungen nicht mehr gerettet werden.

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