"Das Liszt-Jahr 2011 wird 23 Konzerte anbieten, 21 davon im Liszt-Zentrum in Raiding, zwei in den Kirchen in Raiding und Unterfrauenhaid", sagte Geschäftsführer Josef Wiedenhofer. Die Veranstaltungsreihe sei ein "Startschuss für eine Liszt-Präsentation in den nächsten Jahren", so Eduard Kutrowatz. Denn es gebe noch "so viel zu entdecken". Eine kleine Auswahl aus Liszts Werken werde von internationalen Künstlern wie dem Bariton Adrian Eröd von 27. Jänner bis 23. Oktober gespielt und vorgetragen.
Liszt, der "Urvater von uns Pianisten"
Das Programm ist dabei in vier Konzertblöcke geteilt, wovon jeder unter einem eigenen Titel präsentiert wird. Die Schwerpunkte liegen dabei auf fünf einzelnen Zyklen: Je einem Klavier-, Orchester- und Vokalzyklus sowie Uraufführungen und Gedenkkonzerte. Den Klavierzyklus bestreitet neben dem eingespielten Klavierduo Kutrowatz unter anderem auch die Pianistin Roberta Pili, die Liszt als "Urvater von uns Pianisten" bezeichnet.
Die Wiener Akademie führt unter der Leitung von Martin Haselböck insgesamt vier Konzerte im Konzertsaal des Liszt-Zentrums in Raiding auf. Dabei werden laut Haselböck "zumindest zehn Instrumente, die Liszt selbst vor sich hatte, als er diese Stücke dirigiert hat", zum Einsatz kommen. Der eher klein gehaltene Konzertsaal sei außerdem sehr authentisch und helfe, "das Klangbild zu erzeugen, das der Komponist im Sinn hatte".
Highlight soll Festgottesdienst am 12. Juni werden
Eines der Highlights wird am 12. Juni der Festgottesdienst aus der Pfarrkirche Raiding sein. Unter der Leitung von Michael Grohotolsky wird der Wiener Kammerchor Franz Liszts "Missa Choralis" singen, Wolfgang Horvath sitzt an der Orgel. Der Eintritt für die Messe ist frei, ORF und ZDF übertragen den Gottesdienst.
Mit dem Programm wolle man Liszt "in einem Rahmen, einer internationalen Optik darstellen, wie sie größer nicht sein könnte", so Eduard Kutrowatz. Die Kosten von 800.000 Euro sind durch das Land Burgenland und Sponsoren abgesichert. Der Kartenverkauf für Abos startet sofort, einzelne Tickets sind ab September verfügbar. Insgesamt werden laut Wiedenhofer 13.000 Karten aufgelegt.
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