Der BBT sei vonseiten der EU das "wichtigste" Projekt und sie stehe zu 100 Prozent hinter ihm, sagte Platter. "Damit sind meine Erwartungen schon eingetreten", meinte er. Würde der Tunnel nicht gebaut werden, wäre dies seines Erachtens nach ein Schildbürgerstreich schlechthin.
"Jetzt das Projekt zu stoppen, wo bereits 300 Millionen in Erkundungs- und Fensterstollen gesteckt worden sind und mehr als zwei Milliarden Euro in die Unterinntaltrasse, wäre unverantwortlich", erklärte Platter und warnt vor Verzögerungen. Die Bundesregierung müsse endlich Flagge zeigen.
Klartext reden mit "Bremserin" Bures
Seit 20 Jahren werde den Menschen in Tirol eine Entlastung vom ausufernden Verkehr versprochen. "Derzeit rollen täglich 200 Lkws pro Stunde über den Brenner, die Tendenz ist steigend. Das ist den Menschen in Tirol nicht weiter zumutbar. Eine Lösung ist deshalb überfällig", sagt Platter. Er erwarte sich, "dass in Saragossa Klartext mit der Frau Bundesministerin gesprochen wird", die beim Projekt bremse. "Die Vertreter der EU waren mir gegenüber alles andere als begeistert, dass Wien jetzt auf einmal die Notbremse ziehen will. Der Brenner-Basistunnel ist das wichtigste Verkehrsprojekt innerhalb der Europäischen Union!"
Cox wird neuer EU-Beauftragter für BBT
Der frühere EU-Parlamentspräsident Pat Cox wird neuer Koordinator für den Brennerbasistunnel. Die EU-Kommission hat am Dienstag insgesamt drei neue europäische Koordinatoren für das transeuropäische Verkehrsnetz (TEN-V) ernannt. Neben Cox sind der ehemalige ungarische Außenminister Peter Balazs für die Strecke Paris-Bratislava sowie der frühere französische EU-Abgordnete Gilles Savary für die die Koordinierung der Strecke Athen-Nürnberg/Dresden zuständig.
Der für Verkehrsfragen zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Siim Kallas, betonte, die vorrangigen TEN-V-Projekte müssten ordnungsgemäß und effizient durchgeführt werden. Die neuen Mandate treten mit Dienstag in Kraft und enden am 22. Juli 2013 zusammen mit den Mandaten der bereits zuvor ernannten Koordinatoren. Mit der Ernennung der drei neuen Koordinatoren sind nunmehr insgesamt neun Koordinatoren für elf vorrangige Projekte zuständig.
von Philipp Neuner (Tiroler Krone) und tirol.krone.at
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