05.11.2019 10:55 |

Nach Tat geflohen

Schuss in Gemeindebau: Verdächtiger stellte sich

Mit einem gezielten Kopfschuss ist ein 47 Jahre alter Mann am späten Montagabend im Innenhof eines Wiener Gemeindebaus im Bezirk Döbling niedergestreckt worden. Für den Mann gab es keine Überlebenschance - er erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen. Die Schreckenstat spielte sich vor den Augen einer 31-jährigen Frau ab. Nach dem Schützen - bei ihm soll es sich Gerüchten zufolge um einen ehemaligen Feuerwehrmann handeln - wurde bis in die Morgenstunden fieberhaft gefahndet. Dann stellte der 46-Jährige sich selbst.

Gegen 22 Uhr war die Polizei über die Schussabgabe in der Wohnsiedlung in der Hameaustraße informiert worden. Schwer bewaffnete Einsatzkräfte der WEGA sowie der Cobra rückten an, riegelten die Umgebung großräumig ab, insgesamt 60 Mann standen im Einsatz.

Opfer offenbar vor Augen einer Nachbarin regelrecht hingerichtet
In einem Innenhof des Gemeindebaus hatte sich zuvor eine schreckliche Bluttat ereignet: Ein 47-Jähriger war mit einem gezielten Kopfschuss regelrecht hingerichtet worden - vor den Augen einer Frau, die mit dem Mann im Hof gewesen war. Die 31-jährige Augenzeugin sei bei der Tat unverletzt geblieben, erlitt jedoch einen Schock, teilte die Wiener Polizei mit. Nach der Tat ergriff der Schütze mit einem Auto die Flucht.

Verdächtiger, Opfer und die Zeugin kannten einander
Akribisch wurde seitens der Einsatzkräfte die nähere Umgebung durchkämmt, zudem eine Alarmfahndung nach dem Schützen ausgegeben. Bei diesem dürfte es sich Gerüchten zufolge um einen Ex-Feuerwehrmann handeln. Was den Mann jedoch zu der Tat getrieben haben könnte, liegt derzeit noch im Dunklen.
Fest steht, dass die beiden Männer und die Frau in unterschiedlichen Wohnungen im Gemeindebau gemeldet sind bzw. waren und einander kannten.

„Opfer aus Gefahrenbereich rausgezogen“
Am Boden wie auch aus der Luft wurde danach nach dem da bereits namentlich bekannten Verdächtigen gefahndet.
Weil zunächst unklar war, wo sich der Schütze aufhielt, „haben Kollegen das Opfer auch aus dem Gefahrenbereich rausgezogen“, berichtete Polizeisprecher Paul Eidenberger. Über Stunden hinweg konnten Anrainer aufgrund der Ermittlungen und Spurensicherungen rund um den Ort des Geschehens nicht in ihre Häuser, auch der öffentliche Verkehr kam völlig zum Erliegen.

Bewaffneten Tatverdächtigen in Schleuse gesperrt
Gegen 5 Uhr früh hatte die Suche nach dem Flüchtigen schließlich ein Ende - der Gesuchte stellte sich selbst bei der Polizei in der Inspektion Krottenbachstraße. Als klar war, dass es sich bei ihm um den Tatverdächtigen handelt, sperrten die Beamten die Schleuse im Eingangsbereich der Inspektion und warteten auf die WEGA, schilderte Eidenberger. Deren Beamte nahmen den Mann fest, er leistete keinen Widerstand. „Er hatte eine Faustfeuerwaffe - mit großer Wahrscheinlichkeit die Tatwaffe - dabei. Diese und die Munition wurden sichergestellt“, sagte der Sprecher.

krone.at/Stefan Steinkogler, Kronen Zeitung

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