02.11.2019 11:14 |

Lebensgefahr gebannt

Bierflasche aus Party-Zug geworfen: Kind verletzt

Die Fahrt eines Party-Zuges von Köln auf die ostfriesische Insel Norderney hätte für die Gäste ein Spaß werden sollen - doch sie endete tragisch. Weil ein Unbekannter eine Bierflasche aus dem Zug warf, schwebte ein zweijähriges Kind stundenlang in Lebensgefahr.

Das Mädchen war am Samstag gegen 10.50 Uhr auf dem Bahnhof in Kamen bei Dortmund von der Flasche am Kopf getroffen und lebensgefährlich verletzt worden. Die Polizei berichtete, der Vater habe das Kind auf dem Arm die Stiegen nach oben zum Bahngleis getragen, als das Wurfgeschoss die Zweijährige traf. In kritischem Zustand wurde die Kleine zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Am Samstagvormittag hieß es, die akute Lebensgefahr sei gebannt, das Kind sei nach einer Operation stabil.

Der Zug fuhr unterdessen weiter und wurde später in Greven angehalten. Die Dortmunder Polizei ermittelt, es wurden sämtliche Fahrgäste überprüft und die Daten aufgenommen. Erst um 18 Uhr konnte die Fahrt fortgesetzt werden.

Normalerweise nur Fassbier im Zug
Derzeit werden Zeugen gesucht. Ein Passagier, der mit seinem Kegelclub in Köln zugestiegen war, sagte der „Bild“: „Ich habe vollstes Verständnis für die Polizei. Gut, dass sie den Täter finden wollen.“ Ein weiterer Fahrgast will beobachtet haben, wie eine in Essen zugestiegene Gruppe Bierflaschen ausgetrunken habe: „Das ist total unüblich, normalerweise wird im Zug nur Fassbier konsumiert.“

Anbieter: „So einen Vorfall hatten wir noch nie“
Organisiert wurde die Party-Zugfahrt von Müller-Touristik. Sprecher Bernd Niemeyer sagte zu dem Vorfall: „Zuerst möchten wir dem Kind schnelle Genesung wünschen. Solch einen schwerwiegenden Vorfall hatten wir in unserem Unternehmen noch nicht zu beklagen.“ Er betont auch, dass in dem Zug selbst keine Glasflaschen ausgegeben werden - allerdings würden die Mitarbeiter der Bahn keine Taschenkontrollen durchführen.

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