31.10.2019 13:14 |

Allerheiligen

Marco Pototschnig ist Steinmetz aus Leidenschaft

Marco Pototschnig ist Steinmetz in zweiter Generation. Der Klagenfurter übernahm vor zwei Jahren den Betrieb seines Onkels, der heuer seit 30 Jahren besteht. Mit der „Krone“ spricht der Jungunternehmer über Herausforderungen in einer Branche, in der gerade vor Allerheiligen Ausnahmezustand herrscht.

„Ich wollte immer schon Steinmetz werden, konnte es kaum erwarten die Lehre zu beginnen und im Familienbetrieb mitzuarbeiten“, erzählt der 30-Jährige, der mit 15 seine Lehre bei WOPL, dem Steinmetzbetrieb seines Onkels Wolfgang Pleschiutschnig, begann. „Das Handwerk und vor allem das Ergebnis unserer Arbeit, die verschiedenen Grabsteine, Umfassungen, Fundamente oder Urnenstelen, die alle quasi für die Ewigkeit bestehen, faszinierten mich bereits als Kind. Daher hatte ich auch nie Angst oder Scheu vor Friedhöfen.“

2017, mit 28, übernahm er das Unternehmen, das sich gegenüber dem Klagenfurter Friedhof St. Peter befindet - jedoch für Ruhestätten in ganz Kärnten tätig ist.

Neben dem Frühjahr herrscht gerade vor Allerheiligen Ausnahmezustand im Betrieb und der gesamten Steinmetz-Branche, die mittlerweile unter Fachkräftemangel leidet. Pototschnig: „Es wird immer schwieriger, passende Mitarbeiter zu finden. Daher bin ich für unser fünfköpfiges Team, das schon lange zusammenarbeitet, sehr dankbar.“ Steinmetze sind nach Bestattern oft die zweiten Ansprechpartner nach Todesfällen, müssen daher besonders einfühlsam sein. „Wir haben mit Menschen aus allen Gesellschaftsschichten und in allen Lebenslagen zu tun. Auch nach 15 Jahren im Beruf geht es mir vor allem nahe, wenn wir Namen und Sterbedaten von Kindern in Granit gravieren.“

Alex Schwab
Alex Schwab
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