Brandgefahr bleibt

Fast 50 Prozent weniger Niederschlag und Wind

Kärnten
24.04.2026 17:00
Porträt von Kärntner Krone
Von Kärntner Krone

Eine „meteorologischen Ausnahmesituation, die sich seit Wochen in Kärnten und Osttirol aufbaut“ sei laut Experten Ursache für einen der wohl schlimmsten Brände im Kärntner Lesachtal. 

Hunderte Freiwillige, Feuerwehrleute, Soldaten, Polizisten und Sanitäter kämpfen gegen das Feuer im Kärntner Lesachtal. Wie berichtet, hat sich aus einem acht Hektar großen Brand in einem Wald nahe der Ortschaft Xaveriberg ein Flächenbrand von 70 Hektar ausgebildet.

„Seit 1. Jänner 2026 fehlen in Kärnten und Osttirol im Durchschnitt 42 Prozent des üblichen Niederschlags gegenüber dem Klimamittel 1961 bis 1990“, so Meterologe David Kaufmann von www.tauernwetter.at. Auf der Villacher Alpe seien von üblicherweise 354 Millimetern nur 155 Millimeter gefallen. Auch das erhoffte Italientief im April brachte nur zwei bis acht Liter pro Quadratmeter. Wenn Regen fällt, verdunstet dieser durch die hohen Temperaturen auch noch schneller, als gehofft. Die Böden sind ausgetrocknet.

Auch die Prognosen für die kommenden Tage zeigen kaum Erleichterung. Kaufmann: „In weiten Teilen Kärntens werden weniger als zwei Millimeter Niederschlag erwartet, lediglich im oberen Gailtal und in Osttirol sind geringfügig höhere Mengen möglich.“ Besonders tragisch: Der Meterologe verortet lebhaften bis stürmischen Nordwestwind, der aus Sicht der Waldbrandvorhersage besonders gefährlich ist. Am Sonntag zieht der Wind mit bis zu 60 km/h über die Tauern – im Lesachtal dürften es bis zu 30 km/h werden.

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