19.07.2004 15:33 |

148 Jahre kein Mord

Zweiter Mord in 150 Jahren erschüttert Norfolk

Norfolk ist eine winzige Insel im Südpazifik, auf der sich Fuchs und Hase – oder wie hier auf dem Bild von dem Eiland Gänse und Kühe – „Gute Nacht“ sagen. Doch jetzt – nach rund 150 Jahren praktisch ohne Kriminalität - erschüttert ein zweiter Mord die Insel.
Der stellvertretende Chefminister des sich selbstverwaltendenEilands zwischen Australien und Neuseeland sei in seinem Büroerschossen worden, teilte ein Polizeisprecher am Montag mit. Dermutmaßliche Täter sei festgenommen worden.
 
Von 1855 bis 2002 gab's keinen Mord
Im März 2002 hatte der Mord an einer 29-Jährigendie rund 1.800 Einwohner der gerade einmal 20 Quadratkilometergroßen Insel geschockt. Die Tat wurde nie aufgeklärt.Seit 1855 der letzte Häftling die frühere britischeStrafkolonie verließ, hatte es dort keinen Mord oder nennenswerteVerbrechen gegeben.
 
Meuterer von der "Bounty"
Ein Drittel der Bewohner sind Nachfahren von Meuterernauf der "Bounty". Deren Anführer Fletcher Christian hattesie von den auf halbem Wege zwischen Neuseeland und Südamerikagelegenen Pitcairn-Inseln einst nach Norfolk gebracht.
 
Im vergangenen Jahr machten die Insulaner weltweitSchlagzeilen, weil sich das örtliche Parlament für einVerbot von Handys und strikt gegen die Einreise von Aidsinfiziertenausgesprochen hatte.
Donnerstag, 24. Juni 2021
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