Alkosünder

Zeltfeste-Tourismus soll gestoppt werden

Oberösterreich
02.06.2010 17:26
Alkohol zum Zwölf-Euro-All-Inclusive-Lockpreis oder drei Tage und Nächte lange Besäufnisse. Die Auswüchse der Zeltfeste machen dem Sicherheitsdirektor im Land ob der Enns Sorgen: Sperrstunden sollen vorverlegt und Heimbringerdienste vorgeschrieben werden, um Unfälle zu vermeiden.

Jetzt beginnt die Hochsaison der Zeltfeste, mit denen Vereine, Feuerwehren, Rettungsdienste und die Landjugend Kassen füllen und Wirte ärgern. Nur zögernd verordnen Bürgermeister Auflagen, wie Zutrittskontrollen oder Alkoholverbote für Teenager und Kids, die mit verschiedenfarbigen Armbändern markiert werden. 

Doch Sicherheitsdirektor Alois Lißl weiß, wie geschummelt, getrickst und gesoffen wird: "Man muss früher anfangen und zusperren, um das 'Vorglühen' in den Griff zu bekommen."

Außerdem sollte dieselbe Sperrstunde im ganzen Umkreis verhindern, dass Alkosünder riskant von einem Fest zum nächsten kurven: "Dieser Tourismus ist eine Katastrophe", warnt Lißl vor Unfällen, Aggressionen und Vandalismus. "Die Bürgermeister müssten den Veranstaltern einstündige Abkühlphasen und Heimbringerdienste vorschreiben."

Kronen Zeitung

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