22.10.2019 13:09 |

Alles nur Show?

Tochter sei „todkrank“: Mutter unter Mordverdacht

Vor zwei Jahren sorgte der Fall einer Siebenjährigen in den USA für Aufsehen: Eine Mutter behauptete, dass ihre Tochter an einer tödlichen Krankheit leide, tausende Menschen spendeten Geld. Zwei Jahre nach dem Tod des Kindes steht die Mutter aud dem US-Bundesstaat Colorado jetzt unter Mordverdacht.

Olivia Gants Mutter Kelly Turner behauptete, dass ihre Tochter an einer seltenen Krankheit leide, unter der zahlreiche Organe betroffen sind. Sie sammelte tausende Dollar an Spenden, um ihrer Tochter den letzten Wunsch zu erfüllen und für einen Tag eine Superhelden-Prinzessin sein zu können. Zwei Jahre nach Olivias Tod steht die Mutter nun unter Mordverdacht.

Mutter behauptet auch zweites Kind habe Krebs
Turner war im vergangenen Jahr mit Olivias Schwester zum Arzt gegangen und behauptete, ihre Tochter habe Krebs. Der Arzt fand jedoch keinerlei Beweise dafür - eine Untersuchung wurde eingeleitet.

Körper exhumiert
Der Körper von Olivia wurde exhumiert und von einem Gerichtsmediziner untersucht. Er konnte keine Anzeichen einer schweren Erkrankung an der Leiche entdecken. Am vergangenen Freitag wurde Turner verhaftet. Unter anderem werden der Mutter Mord, Kindesmisshandlung und Betrug vorgeworfen.


Ermittler sprechen von Münchhausen-Stellvertretersyndrom
Ermittler denken, dass Turner unter dem sogenannten Münchhausen-Stellvertretersyndrom leidet, berichen US-Medien. Dabei handelt es sich um eine psychische Störung, bei der die Betroffenen Krankheiten bei Dritten erfinden oder sogar selbst - etwa durch Medikamente - verursachen. In vielen Fällen sind die Opfer Kinder. Sie werden von den meistens weiblichen Tätern aufopferungsvoll gepflegt. Experten vermuten, dass die Täter sich dadurch Aufmerksamkeit, Anerkennung und medizinische Behandlungen versprechen.

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