18.10.2019 11:09 |

Technisch zu komplex

Audi gibt Aus für Flugtaxi „Pop.Up Next“ bekannt

Der deutsche Autohersteller Audi verfolgt die Entwicklung eines Flugtaxis vorerst offenbar nicht weiter. Das Unternehmen hat die Arbeiten an dem Projekt „Pop.Up Next“ mit Airbus gestoppt und will seine Strategie im Bereich der städtischen Luftmobilität neu ausrichten.

Das berichtet „Automotive News Europe“. Als Gründe werden in dem Bericht die technische Komplexität und Probleme im Kerngeschäft genannt. Eine Audi-Sprecherin bestätigte das Aus für das Projekt: Man gehe davon aus, dass es noch sehr lange dauern wird, bis Flugtaxis in Serie gebaut werden können.

Der „Pop.Up Next“, den die Audi-Tochter Italdesign im vergangenen Frühjahr auf dem Genfer Autosalon zeigte, sollte beides können - auf der Straße autonom fahren und bei Bedarf abheben. Kern des Konzepts war eine Kabine für zwei Personen, die auf einem selbstfahrenden Untersatz sitzt. Am Messestand von Italdesign schwebte darüber das Modell einer Drohne, die von Airbus weiterentwickelt wurde. Die Idee war, dass das autonome Flugmodul über das batteriebetriebene Vehikel fliegt, sich einklinkt und in die Lüfte mitnimmt. Die Kabine löst sich dann aus ihrem fahrbaren Untersatz, der die nächste Ladestation ansteuert.

Das Konzept sah dabei vor, dass der Fahrgast sein Reiseziel vorher eingibt und das System entscheidet, welcher Teil der Strecke gefahren und welcher geflogen wird. Der Reisende muss nur einsteigen.

Vision mit Zukunft?
Andere Unternehmen glauben hingegen weiter an Flugtaxis, unter anderem die deutschen Firmen Lilium und Volocopter oder das amerikanischen Start-up Kitty Hawk. Porsche arbeitet mit Boeing zusammen, allerdings ist das Projekt noch nicht weit fortgeschritten. In Österreich investiert der Luftfahrtzulieferer FACC in die Serienreife eines Prototyps des chinesischen Start-ups EHang.

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