15.09.2019 10:05 |

Dem Stau entgehen

Stuttgart: Flugtaxi „VoloCity“ hob zu Testflug ab

Mit kleinem Gepäck mal eben durch die Luft zum nächsten Geschäftstermin oder Freunde besuchen - Flugtaxis sollen genau das in Zukunft möglich machen. Im deutschen Stuttgart hat der Hersteller Volocopter sein jüngstes Modell „VoloCity“, einen mit Strom betriebenen Ultraleicht-Hubschrauber, am Samstag erstmals in Europa zu einem öffentlichen Testflug abheben lassen.

Gut vier Minuten lang drehte das Fluggerät, das mit seinen 18 kleinen Rotoren ein Mittelding aus Hubschrauber und Drohne ist, vor dem Mercedes-Museum seine Runden. „VoloCity“ flog dabei ohne Passagiere. Ein Pilot steuerte das Flugtaxi, das zwei Passagiere mit Handgepäck befördern kann, vom Boden aus auf gut 30 Meter Höhe und ließ es etwa 100 Meter vor den rund 12.500 Zuschauern in der Luft schweben.

85 Millionen Euro von Investoren
Insgesamt hat das Start-Up Volocopter bisher 85 Millionen Euro von Investoren eingesammelt. Wann allerdings tatsächlich Flugtaxis in Innenstädten unterwegs sein werden, ist noch völlig offen. Der Flughafen Frankfurt prüft gemeinsam mit Volocopter, wie man das drohnenähnliche Verkehrsmittel in den Flughafenbetrieb integrieren könnte. Für einen kommerziellen Betrieb mit Passagieren - auch mit Pilot - fehlt Volocopter aber bisher noch die Genehmigung.

Flug war Teil von Forschungsprojekt
Der Flug in Stuttgart war Teil eines Forschungsprojekts der Stuttgarter Hochschule für Technik. Ziel ist es unter anderem, herauszufinden, was ein möglicher 15-minütiger Taxiflug von der Innenstadt an den Flughafen Stuttgart einmal kosten darf.

Eine vergleichbare - bei freien Straßen etwa halbstündige - Taxifahrt liegt bei rund 35 Euro. Dabei gehen die Forscher auch der Frage nach, wer sich überhaupt einem Taxiflieger ohne Piloten anvertrauen würde. Erste Ergebnisse sollen schon im Oktober veröffentlicht werden.

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