









Große Demonstration am Samstagnachmittag in Graz anlässlich des Weltfrauentags: 4500 Protestierende marschierten gegen Gewalt an Frauen und für Gleichstellung. Am Montag legen Frauen in Graz die Arbeit nieder.
Frauen verdienen in Österreich fast 18 Prozent weniger, obwohl mittlerweile mehr Frauen als Männer einen Hochschulabschluss haben. Sie leisten mehr unbezahlte Haus- und Familienarbeit. Die Pensionslücke klafft sogar bei rund 40 Prozent. Doch fast 85 Prozent der verurteilten Straftaten in der Steiermark wurden von Männern begangen. Gleichzeitig sorgte eine Umfrage kürzlich für internationale Schlagzeilen: Ein Drittel der befragten Männer (geboren zwischen 1997 und 2012) findet, dass eine Frau ihrem Mann „immer gehorchen sollte“.
Gegen all diese Ungerechtigkeiten gingen am Samstagnachmittag in Graz Hunderte Frauen auf die Straße. Etwa 4500 Protestierende zogen laut Veranstalter vom Hauptbahnhof über die Annenstraße bis zur Franz-Graf-Allee bei der Oper. „Genug von den schönen Worten und Gleichstellung nur am Papier“, hieß es bei der Anfangskundgebung. „Genug davon, dass Frauen mehr leisten und weniger bekommen. Jeden Tag ist Frauentag!“
Die Bürgermeisterin von Graz, Elke Kahr, nahm mit KPÖ-Parteikollegen Claudia Klimt-Weithaler und Robert Krotzer an der Aktion teil. Die Grünen waren mit Bundesparteivorsitzender Leonore Gewessler, Klubchefin Sandra Krautwaschl und Vizebürgermeisterin Judith Schwentner vertreten.










Treffen zum „Nichtstun“ am Grazer Hauptplatz
Am Montag folgt eine weitere feministische Protestaktion: Der Grazer Frauenrat ruft auf, die Arbeit niederzulegen und von 12 bis 14 Uhr nichts zu tun. Der kurze Streik soll auf die „Bedeutung der Arbeit von Frauen“ aufmerksam machen. Auch in Linz, Salzburg, St. Pölten und Wien finden ähnliche Aktionen zur gleichen Zeit statt.
„Es reicht uns, dass Frauen durch die Übernahme der Hauptverantwortung für die Sorgearbeit immer noch Altersarmut riskieren“, sagt Lisa Rücker, Organisatorin des Demobündnis 0803. Die Teilnehmerinnen sind eingeladen, sich kraftvoll in Farben wie Rot, Orange oder Lila zu kleiden und Sitzgelegenheiten mitzubringen, optional auch eine Verpflegung, um die freien Stunden zu genießen.
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