Weil er für seine Freundin ein Geschenk kaufen wollte, hatte ein 15-Jähriger mehr Geld als üblich eingesteckt, als er in der Villacher Innenstadt unterwegs war. Weit kam er nicht...
"Es ging alles blitzschnell", erzählte der Schüler am Mittwoch der Richterin. "Der Tschetschene hat mich niedergehauen und mir 50 Euro abgenommen." Monate später "trafen" sich die beiden wieder - denn der Täter begann ausgerechnet an der gleichen Schule. "Wenn du mir nicht in jeder Pause eine Jause und auch ein Getränk zahlst, dann gibt’s wieder Schmerzen", lautete die Drohung beim "Wiedersehen".
Vor Gericht schob der Tschetschene zunächst alle Schuld von sich. "Das hat alles mein Freund gesagt, ich tu’ keinem was!" Doch der Freund, ein besonnen wirkender Albaner, sagte vor der Richterin nur: "Ich habe gar nichts mitbekommen, weil ich albanische Musik hörte." Schließlich gab der 16-jährige Tschetschene doch alles zu.
Die Richterin hätte sich viel Zeit erspart, wäre er gleich geständig gewesen. Das Urteil fällt moderat aus: zehn Monate bedingt. Der Tschetschene erbat sich Bedenkzeit.
von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
Symbolbild
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