12.07.2004 17:33 |

Shopping-Test

Wie billig man in neuen EU-Ländern einkauft

Zahlt sich Shoppen in Sopron aus? Sollte man seine Digitalkamera besser in Bratislava als in Wien kaufen? Die Arbeiterkammer stellte einen Preisvergleich zwischen den neuen EU-Ländern und Österreich an. Mit teilweise überraschenden Ergebnissen.
Seit 1. Mai 2004 sind zehn neue Länderbei der EU, vier davon grenzen an Österreich. Ein Grund,der immer mehr Leute dazu bewegt, vor allem in den östlichenEU-Ländern einzukaufen. Die Arbeiterkammer hat im Mai Preisevon Lebensmitteln, Treibstoff, Alkohol, Friseuren und einigentechnischen Geräten in Wien mit denen in Sopron, Brno undBratislava verglichen.
 
Im Bereich der Dienstleistungen sind unsere östlichenNachbarn erwartungsgemäß weit unter dem österreichischenPreisniveau: für einen Friseurbesuch zahlt man in Bratislavabis zu 83 Prozent weniger. Auch Cola-Getränke, Lebensmittelund auch McDonalds sind preiswerter als in Wien.
 
Alkoholische Markengetränke sind sowohl deutlichteurer als auch erheblich billiger. Bei technischen Produktenist laut Arbeiterkammer ein Vergleich schwierig, da die meistenin Österreich angebotenen Modelle in den östlichen EU-Ländern(noch) nicht zu kaufen sind, sondern nur die Vorjahresmodelle.Wurden vergleichbare Waren entdeckt, waren diese zwischen vierund 44 Prozent teurer.
 
Die Treibstoffpreise sind höchst unterschiedlich:In Sopron war der Benzin bis zu 8 Prozent, der Diesel sogar umfast 14 Prozent teurer als in Wien, in Bratislava kostet der Dieselgleich viel wie bei uns, der Benzin ist um bis zu 10 Prozent günstiger.
 
Fazit: Bei manchen Produkten kann man erheblichGeld sparen, bei anderen hingegen kauft man in Österreichgünstiger ein.
Freitag, 18. Juni 2021
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