21.09.2019 07:43 |

Nach Luftangriffen

Trump schickt mehr Truppen nach Saudi-Arabien

Als Reaktion auf die Luftangriffe auf zwei saudi-arabische Ölanlagen schicken die USA zusätzliche Einheiten in die Golfregion. Die „moderate“ Verstärkung der Truppenpräsenz werde „auf Bitten“ Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate vollzogen, hieß es aus dem Pentagon. Die genaue Zahl der Soldaten wurde am Freitag nicht genannt. Präsident Donald Trump habe einem defensiv ausgerichteten Einsatz zur Stärkung der saudi-arabischen Luftabwehr zugestimmt, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. 

Am vergangenen Samstag waren die Ölanlagen in Abqaiq und Khurais in Saudi-Arabien angegriffen worden, woraufhin die Ölproduktion einbrach und der Ölpreis anstieg. Die Houthi-Rebellen im Jemen erklärten, sie hätten die Attacken mit eigenen Drohnen ausgeführt. Die USA und Saudi-Arabien machen dagegen den Iran dafür verantwortlich, den Erzrivalen des Königreiches. Die Regierung in Teheran hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Trump kündigte nach einer erst kürzlich erfolgten Sanktionswelle gegen die iranische Zentralbank und den iranischen Staatsfonds wegen angeblicher Finanzierung terroristischer Aktivitäten am Freitag neue Sanktionen gegen den Iran an, betonte aber erneut, er wolle keinen Krieg mit dem Iran. Er könne jederzeit „innerhalb von einer Minute“ einen Militärschlag beispielsweise gegen 15 wichtige Ziele im Iran anordnen, sagte Trump im Weißen Haus. Er wolle das aber möglichst vermeiden. An die Adresse von Kritikern, die ihm Schwäche vorwerfen, sagte Trump: „Meiner Meinung nach zeigt das Stärke.“

„Anhaltende Bedrohung“ durch den Iran
Bereits Ende Mai hatten die USA ihre Truppen im Nahen Osten wegen der „anhaltenden Bedrohung“ durch iranische Kräfte um 1500 Soldaten verstärkt. Zuvor hatte das US-Militär unter anderem einen Flugzeugträgerverband und eine Bomberstaffel in die Region verlegt.

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