Vergangenes Jahr ging das ehemalige Kaufhaus in Willersdorf samt Grundstück an die Siedlungsgenossenschaft. Der Ärger war schon damals groß: „Die Gemeinde hat das Gebäude einfach verschenkt“, so die Kritik. Laut wurde der Protest jedoch erst im heurigen April, als es den Spatenstich für den Bau von vier Wohnungen und einem Geschäftslokal für einen Nahversorger gab. „Das Projekt passt nicht ins Ortsbild. Das Areal ist für einen Wohnblock einfach nicht geeignet“, machten mehrere Nachbarn mit Plakaten und Transparenten ihrem Unmut Luft – bisher jedoch vergeblich.
Jetzt bekommen die verärgerten Anrainer Unterstützung von einer Bürgerinitiative. 115 Unterschriften wurden bereits in dem 340-Einwohner-Dorf gegen das Bauvorhaben gesammelt. Sprecher Josef Bendekovits erklärt, warum: „Die Wohnungen sollen am Eingang zur Willersdorfer Schlucht errichtet werden, dem einzigen touristischen Kleinod in unserem Ort. Eine kleine Parkanlage samt Sitzplätzen oder eine Station für einen mobilen Nahversorger wäre passender.“ Eine Infoveranstaltung soll nun die Wogen wieder glätten, heißt es aus der Gemeinde: „Gibt es keine Einigung, steht eine Volksbefragung im Raum.“
Kronen Zeitung
Symbolbild
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